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8BitDo Retro 87 Keyboard im Test: Mechanisches Eingabegerät im Xbox-Look
Die jadegrünen Eingabegeräte überzeugen mit programmierbaren Super Buttons und Display, fallen im Praxistest durch Kailh-Switches jedoch extrem laut aus.
Vor ein paar Wochen habe ich mir bereits den Controller und die Retro-Maus von 8BitDo im transparenten Jadegrün-Stil der Xbox-Edition angeschaut. Das war aber noch nicht alles. Was fehlt? Das mechanische Retro-87-Keyboard und der ergänzende Retro-18-Ziffernblock. Natürlich beide im selben Design, doch sind sie auch eine lohnenswerte Investition für rund 110 beziehungsweise 44 Euro?
Box & Zubehör: Die Tastatur selbst bringt noch zwei Dual-Super-Buttons, einen 2,4-GHz-Adapter und ein USB-Kabel als wichtigste Extras mit. Beim Ziffernblock liegen ebenfalls ein 2,4-GHz-Dongle sowie die passende Lade- und Anschlussstrippe bei.
Design und Verarbeitung: Das Keyboard ist 376,6 x 169,6 x 46,8 mm groß und wiegt rund 1,1 Kilogramm, die Dual-Super-Buttons messen noch einmal 160,2 x 74,6 x 32,3 mm und bringen 270 Gramm auf die Waage. Nutzen könnt ihr das gute Stück via Dongle (2,4 GHz), Bluetooth und Kabel. Für den drahtlosen Betrieb hat 8BitDo einen 4.000-mAh-Akku verbaut, der bei 2,4 GHz bis zu 280 Stunden und bei Bluetooth bis zu 300 Stunden durchhalten soll - durchaus realistische Werte.
Insgesamt umfasst das Eingabegerät 87 Tasten und nutzt Kailh-Jellyfish-X-Switches, Hot-Swapping wird ebenfalls unterstützt. Ihr könnt die normalen Tasten des Keyboards genauso programmieren wie die Super-Buttons - möchtet ihr eine spezielle Funktion auf diese legen, könnt ihr sie ganz bequem mit einem Druck auf die riesigen Schalter ausführen.
Über Standfüße verfügt die Tastatur allerdings nicht, es hat einen festen Winkel - ebenso wenig gibt es eine Handballenauflage dazu. Wirklich vermisst habe ich sie jedoch nicht, da die Tastatur auch so gut zu handhaben ist. Über zwei Drehregler bestimmt ihr einerseits die Verbindungsart und andererseits die Lautstärke in vier Schritten, wobei ihr per Software Anpassungen vornehmen könnt. Besonders stechen zudem die bunten Pfeiltasten im Stil der Xbox-Controller-Buttons hervor.
Kommen wir zum Ziffernblock, den ihr nicht nur als Ergänzung zu dieser Tastatur kaufen könnt. Er ist 170 x 104 x 45,5 mm groß und hat ein Gewicht von etwa 300 Gramm. Es sind 18 Tasten verbaut, zudem Kailh-Jellyfish-X-Switches mit Hot-Swapping-Support wie bei der Tastatur - die Anschlussmöglichkeiten fallen identisch aus. Im Vergleich zum Keyboard hält der Ziffernblock mit seinem 1.000-mAh-Akku allerdings nicht so lange durch, bringt es aber immerhin noch auf bis zu 160 Stunden.
Im Kern erfüllt er alle Aufgaben eines Ziffernblocks, hat aber noch ein paar Besonderheiten zu bieten. Ihr könnt das Eingabegerät nämlich noch optional als Taschenrechner verwenden. Einfach den Drehregler entsprechend umstellen und ihr könnt mittels der Tasten und eines integrierten Display Berechnungen vornehmen. Im drahtlosen Betrieb wird euch auf dem Bildschirm ansonsten der Ladestand des Akkus angezeigt.
Performance, Tasten und Tippgefühl: Wer mit der Tastatur liebäugelt, sollte sich vor allem auf eines einstellen: Die Tasten klappern extrem laut. Im Ernst: Ich würde sagen, sie ist eines der lautesten - wenn nicht gar Spitzenreiter - Keyboards, die mir bislang untergekommen sind. Wenn ihr für euch alleine damit werkelt oder spielt, mag euch das vielleicht nicht stören, doch für andere könnte das auf Dauer schon etwas nervig ausfallen.
Gleichzeitig stimmt das Tippgefühl. Die Tastenkappen fühlen sich butterweich an und sind auch auf Dauer angenehm zu drücken. Eure Finger rutschen auch in stressigen Situationen nicht ab und ihr habt stets alles gut im Griff. Über die ABXY-Schnittstelle auf der Rückseite akzeptiert die Tastatur außerdem Signale von fast jeder AUX-fähigen Hardware, in diesem Fall gilt das besonders für die mitgelieferten Dual-Super-Buttons. Das sind im Grunde zwei riesige Buttons (im Verhältnis zur sonstigen Tastengröße einer Tastatur), die ihr mit einer beliebigen Funktion belegen könnt. Eue