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Netflix und Xbox: Gemeinsamer Deal scheitert an 300 Millionen Dollar
Netflix bot 500 Millionen Dollar für Xbox-Spielverfilmungen, doch Microsoft soll 800 Millionen verlangt haben. Der Deal scheiterte am Preis, während gemeinsame Projekte wie Minecraft und Diablo weiterlaufen.
Xbox-CEO Asha Sharma und das Business-Affairs-Team der Sparte reagierten dem Bericht zufolge mit einem atemberaubenden Gegenangebot. Xbox soll vom Streamingdienst 800 Millionen Dollar für denselben Vertrag verlangt haben.
Die ehemalige Netflix-CCO Bela Bajaria soll den Spielehersteller angeblich zuerst angesprochen haben, doch der Weggang der Führungskraft und das teure Gegenangebot von Xbox führten dazu, dass der Deal scheiterte. Netflix-CFO Spence Neumann war offenbar einer der Spitzenmanager des Streamingdienstes, der der Meinung war, dass der Deal den Preis von 800 Millionen Dollar nicht wert sei.
Es ist unklar, welche Spiele in dem Film- und TV-Deal enthalten gewesen wären, da bereits mehrere Xbox-Marken auf dem Weg auf die großen und kleinen Bildschirme sind. Amazon arbeitet beispielsweise daran, Wolfenstein als Live-Action-Serie zu adaptieren, und wird bald die dritte Staffel seiner gefeierten Fallout-Serie veröffentlichen, während Paramount Call of Duty in einen Blockbuster-Film verwandelt.
Netflix und Xbox arbeiten jedoch weiterhin gemeinsam an anderen Projekten. Animationsserien, die auf Minecraft und Diablo basieren, sind bereits in Arbeit, ebenso wie ein Realfilm zu Gears of War. Johanna Faries, Präsidentin von Blizzard Entertainment, weckte kürzlich auf der BlizzCon 2026 die Neugier des Publikums, indem sie andeutete, dass auch Overwatch und Warcraft eine ähnliche Umsetzung erfahren könnten.
„Das Interesse an unseren IPs ist so groß wie nie zuvor“, erklärte Xbox in einer Stellungnahme gegenüber Puck News. „Netflix ist ein geschätzter Partner, und wir freuen uns auf die bevorstehende Veröffentlichung unserer gemeinsamen Animationsserien zu Minecraft und Diablo sowie weiterer Adaptionen.“ Das Medium berichtet, dass Xbox weiterhin kleinere Lizenzvereinbarungen anstrebt.
Spieladaptionen liegen derzeit voll im Trend. Das hervorragende Resident Evil-Reboot aus diesem Jahr, die Super Mario Bros.-Duologie von Illuminations, HBOs The Last of Us, Amazons Fallout und die drei Realfilm-Verfilmungen von Sonic the Hedgehog waren äußerst erfolgreich – und haben praktisch jedes große Studio dazu ermutigt, sich auf die Suche nach eigenen Spielelizenzen zu begeben. Allerdings sind nicht alle davon Hits. Die diesjährigen Verfilmungen von Street Fighter und Mortal Kombat 2 stießen bei den Zuschauern eher auf verhaltene Resonanz.