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Smartphone-Markt: Weltweite Auslieferungen stürzen im dritten Quartal auf 14-Jahres-Tief
von Carsten Knobloch
24. Okt. 2026 |
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Die weltweiten Smartphone-Auslieferungen sind im dritten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahr um satte 20 Prozent eingebrochen. Laut vorläufigen Schätzungen der Marktforscher von Counterpoint Research ist das der schwächste Q3-Wert seit 14 Jahren (2012). "Woran hat et jelegen?" Haupttreiber für den drastischen Rückgang sind natürlich anhaltende Engpässe und massive Preissprünge bei DRAM- und NAND-Speicherbausteinen, die die Materialkosten für die Hersteller in die Höhe treiben.
Die Hersteller haben die gestiegenen Komponentenkosten zu großen Teilen natürlich an die Kundschaft weitergegeben. Im Schnitt zogen die weltweiten Endkundenpreise für Smartphones im bisherigen Jahresverlauf um rund 20 Prozent an. Die Folge: Nutzer behalten ihre Altgeräte länger, greifen angeblich vermehrt zu Refurbished-Geräten oder investieren direkt in teurere Premium-Modelle. Entsprechend gerät vor allem das preissensible Einsteiger- und Mittelklasse-Segment unter die Räder, während das hochpreisige Segment vergleichsweise stabil bleibt.
Samsung verteidigt mit einem Marktanteil von 23 Prozent den ersten Platz. Die Auslieferungen der Südkoreaner gingen um 3 Prozent zurück, womit sie ihren Marktanteil im schrumpfenden Gesamtmarkt sogar leicht ausbauen konnten. Neben einer stabilen Komponentenversorgung für die Galaxy-A-Reihe half hier die frühe Nachfrage nach den neuen Foldables der Z8-Serie rund um das Galaxy Z Fold8.
Apple folgt direkt dahinter und kommt auf 22 Prozent Marktanteil. Erstmals überhaupt überspringt Apple in einem dritten Quartal die 20-Prozent-Marke. Auch hier sanken die reinen Stückzahlen, was unter anderem am fehlenden Standardmodell des iPhone 18 zum Marktstart lag, während die iPhone-18-Pro-Modelle vor allem in China und Indien gut anliefen.
Hinter den beiden Spitzenreitern sieht es deutlich düsterer aus:
* Xiaomi musste bei den Stückzahlen ein Minus von über 30 Prozent einstecken und landet bei 10 Prozent Marktanteil. Um unrentable Margen zu vermeiden, zieht sich der Hersteller zunehmend aus dem Niedrigpreissegment zurück und setzt auf die teurere Xiaomi-18-Serie, eigene XRING-O3-Chips und Foldables.
* Oppo (inklusive OnePlus und Realme) verzeichnete einen Rückgang von über 20 Prozent und kommt auf 9 Prozent Marktanteil. Der Konzern strafft sein Portfolio, um Kosten zu senken.
* Vivo verlor ebenfalls über 20 Prozent und belegt mit 8 Prozent den fünften Platz, da Preiserhöhungen und Lieferengpässe vor allem die günstigeren Modellreihen belastet haben.
Für das restliche Jahr 2026 erwarten die Marktforscher keine schnelle Trendwende. Solange die Speicherpreise auf hohem Niveau bleiben, dürften die Hersteller weiterhin Marge vor reinem Volumen priorisieren. Ein Vorteil hat es ja auch irgendwie: Gefühlt kommt nicht mehr jede Woche ein neues Handy auf den Markt, welches kaum interessanter ist als das Modell aus der Woche zuvor.
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