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Speicherkrise belastet den Smartphone-Markt
von André Westphal
25. Okt. 2026 |
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Neben anderen Marktforschern kommt auch die IDC zu dem Ergebnis, dass der Smartphone-Markt durch die Speicherkrise stark belastet wird. Demnach hat es im 3. Quartal 2026 im Jahresvergleich einen Einbruch der Auslieferungsmengen um satte 22 % gegeben. Die Auslieferungsmengen sanken auf 255,3 Mio. Einheiten. Dabei erwarten die Analysten nicht etwa Besserung, sondern eine Verschlimmerung der Lage.
Denn aufgrund des KI-Hypes rechnet man damit, dass die Preise für RAM und Speicher noch weiter steigen werden. Und auch bei Chips gibt es Kostensteigerungen, denn Fertiger wie TSMC sind komplett ausgelastet. So rechnet die IDC damit, dass der Smartphone-Markt auch 2026 im besten Fall stagnieren, aber realistisch gesehen wohl weiter abstürzen dürfte. Mit einer Besserung rechnet man erst ab 2028.
Die Hersteller geben nämlich zusehends ihre eigenen Kostensteigerungen an die Kunden weiter. Letztere sehen daher oft von dem Kauf eines neuen Geräts ab. Stattdessen nutzen sie die Smartphones länger, die sie bereits besitzen. Das setzt aktuell vor allem chinesische Marken unter Druck, die typischerweise mit aggressiven Preisen in Einstiegs- und Mittelklasse gepunktet haben, diese Strategie aber nicht mehr wirklich aufrechterhalten können. Beispielsweise sinken die Auslieferungsmengen deswegen besonders bei Xiaomi, Oppo oder vivo.
Andere Hersteller wie Apple oder Samsung, die sich eher auf Premium-Smartphones fokussieren, kommen besser durch die Krise. Wie es 2027 weitergehen wird, dürfte spannend werden. Bleibt die Nachfrage gering, könnte es bei einigen Herstellern zu überfüllten Lagern kommen, worauf Preissenkungen und Deals folgen könnten. Das wäre zwar zunächst gut für die Kunden, aber schlecht für die Margen der Hersteller.
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