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Stellar Blade: Wie das Bayonetta-Crossover entstand und warum PlatinumGames freie Hand ließ
Vom legendären Nonnen-Outfit bis zum maßgeschneiderten Eve-Look: Die Studio-Chefs sprechen über gegenseitiges Vertrauen und kreative Freiheiten.
In einem neuen Interview mit dem japanischen Magazin Famitsu haben Shift Up und PlatinumGames verraten, wie sie bei der Kollaboration zwischen Stellar Blade und Bayonetta vorgegangen sind.
Im Zuge dessen halten Kostüme aus Bayonetta Einzug in das Action-Adventure des koreanischen Studios. Dabei ließ PlatinumGames dem Team große gestalterische Freiheiten.
Bevor Kim Hyung-tae Shift Up gründete, feierte er als Charakterdesigner für Titel wie Magna Carta und Blade & Soul weltweite Erfolge. Sein markanter Zeichenstil prägt seine Spiele bis heute – weshalb er auch das exklusive Crossover-Outfit für Eve persönlich entwarf.
"Als wir das Feedback bekamen, spürten wir sofort: Sie gehen extrem behutsam mit der Figur Bayonetta um, wollen aber gleichzeitig sehen, wie sie in Stellar Blade Gestalt annimmt", sagt Shift-Up-Chef Kim Hyung-tae. "Das hat mich echt beeindruckt. Außerdem liefen die Freigaben super schnell ab, was uns enorm geholfen hat."
"Die Schriftzüge, die Bayonettas Kostüm zieren, haben alle eine Bedeutung. Es war ein hartes Stück Arbeit, das originalgetreu nachzubauen, hat aber auch wahnsinnig Spaß gemacht. Wir sind wohl das erste Studio, das das Nonnen-Kostüm in ein Crossover packt. Weil das aber so ein unvergesslicher Moment im Original war, haben wir uns riesig über das grüne Licht gefreut."
"Für uns stand fest: Wir machen so ein Crossover nur mit Leuten, denen wir voll und ganz vertrauen können", betont PlatinumGames-Leiter Atsushi Inaba. "Shift Up und Kim sind der Marke mit so viel Respekt begegnet, dass wir ihnen völlig beruhigt freie Hand lassen konnten. Wenn man da kleinlich wird, macht man die ganze Kollaboration kaputt. Unsere Haltung war einfach: 'Macht da bitte was Gutes draus.' Wir hatten echtes Glück, denn was sie auf die Beine gestellt haben, hat unsere Erwartungen sogar noch übertroffen."
Zur Zusammenarbeit gehört auch ein Kostüm, das Kim extra dafür gestaltet hat: "Ich musste meine Vorlieben beim Zeichnen echt im Zaum halten, um nicht völlig durchzudrehen – sonst hätten die Leute noch gedacht: 'Ist dieser Kim Hyung-tae komplett übergeschnappt?'", erzählt er. "Mir war wichtig, meinen eigenen Stil beizubehalten, das Outfit perfekt auf Eve zuzuschneiden und trotzdem etwas zu erschaffen, das absolut stimmig in die Welt von Bayonetta passt. Ich habe mich da ganz vorsichtig herangetastet, das Ganze aber auch als möglichen Startpunkt gesehen. Es wäre doch klasse, wenn wir den Fans künftig noch mehr Neues zeigen könnten. Ein großes Dankeschön noch mal an PlatinumGames für die Freigabe!"
"Zu dem neuen Outfit fällt mir echt nur ein Wort ein: genial", ergänzt Inaba. "Wie schon gesagt: Es bringt ja reichlich wenig, wenn man stur nur Dinge aus dem Original übernimmt. Wenn eine Reihe wächst, wechseln nun mal die Animatoren und Designer. Da fließen dann ganz automatisch neue Interpretationen und persönliche Noten ein, nicht wahr? Genau das macht eine echte Kollaboration für uns aus."
"Kims Entwurf fängt sowohl Bayonetta als auch Stellar Blade ein und trifft genau die perfekte Balance – das gelingt beileibe nicht jedem. Anfangs war ich schon etwas nervös, aber nach dem ersten Blick dachte ich sofort: 'Wie gut, dass wir dieses Projekt durchgezogen haben!'"