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Call-of-Duty-Film: Regisseur Peter Berg will den wahren Preis des Krieges ergründen
Die Verfilmung soll sich um Modern-Warfare-Charaktere wie Ghost und Captain Price drehen – und die harten Konsequenzen für Soldaten beleuchten.
Regisseur Peter Berg hat ein paar frische Details zur geplanten Live-Action-Verfilmung von Call of Duty verraten. Er verspricht demnach eine Adaption mit emotionaler Tiefe, die den wahren "Preis des Krieges" ergründen soll.
Mit ComicBook sprach Berg über seine Vision für das Projekt, das sich auf den Modern-Warfare-Zweig des Universums konzentrieren wird.
Mit Call of Duty 4: Modern Warfare revolutionierte Infinity Ward 2007 das Shooter-Genre. Die Reihe hob sich durch kinoreife Kampagnen, moralische Grauzonen und ikonische Figuren wie Captain Price oder Ghost vom Weltkriegs-Alltag ab und prägt das Franchise bis heute.
"Wenn man sich Modern Warfare, die Einsätze, die Handlungsstränge und Figuren wie Captain Price, Soap, Ghost und Alex genau ansieht: Das sind komplexe Charaktere", betont Berg. "Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen: Das sind keine albernen Zeichentrick- oder Comicfiguren. Die Geschichten zeichnen sich durch enorme Nuancen aus. Das Universum von Modern Warfare besitzt eine echte Seele ..."
"Und natürlich gibt es Gewalt, schweres Gerät, Ausrüstung und Gefechte. Doch unter der Oberfläche geht es dem Spiel und seinen Schöpfern meiner Ansicht nach um den wahren Preis des Krieges: Welchen Preis zahlt man als Krieger, der sich – aus welchen Gründen auch immer – entscheidet, sich zwischen die reale Gefahr und uns alle zu stellen? Und welche Last tragen diese Männer mit sich?"
Bei Fans ist Berg nicht unumstritten, schließlich äußerte er sich 2013 noch wenig begeistert über Kriegsspiele. Damals bezeichnete er sie als "erbärmlich" und sprach von bloßem "Tastatur-Mut" der Community: "Wer vier Stunden lang rumsitzt und Videospiele zockt ... Das ist einfach schwach. Geht raus, unternehmt etwas."
Heutzutage schlägt Berg freilich ganz andere Töne an und scheint der Vorlage gerecht werden zu wollen. Mit Blick auf die Konsequenzen des Krieges sagt er: "Genau darum geht es im echten Leben. Hier heißt es nicht einfach: 'Ballern wir alle über den Haufen und werfen mit Popcorn um uns!' Dahinter steckt eine Seele. Ich begreife das, [Drehbuchautor] Taylor Sheridan begreift das. Visuell wird der Film vermutlich nicht ganz so drastisch ausfallen wie Mosquito Bowl. Doch er wird eine spürbare Seele besitzen und die Konsequenzen des Krieges zeigen – genau das bedeutet Pflichtbewusstsein, das 'Duty' im Titel."
Der Kinostart des Call-of-Duty-Films ist unterdessen für Juni 2028 geplant.