// STADT-BREMERHAVEN — CYBERSECURITY
VeraCrypt: Version 1.26.30 behebt Fehler und schließt Sicherheitslücken
von Carsten Knobloch
25. Okt. 2026 |
0
Das Open-Source-Verschlüsselungswerkzeug VeraCrypt (hier unsere Beiträge dazu) steht ab sofort in Version 1.26.30 zum Download bereit. Wer den Nachfolger von TrueCrypt zur Verschlüsselung von Partitionen, ganzen Systemlaufwerken oder virtuellen Containern nutzt, sollte das Update alsbald einspielen, denn die Entwickler haben diverse Sicherheitslücken geschlossen und viele Fehler ausgemerzt.
Über alle Betriebssysteme hinweg wurde die Handhabung von Sicherheitstokens und Smartcards verbessert, um Hänger oder hohen Speicherverbrauch zu verhindern. Zudem wurde ein Fehler bei der PIM-Wiederverwendung behoben, wenn man den KDF im Dialog zum Ändern des Passworts wechselt.
Unter Windows stopft das Update eine Sicherheitslücke rund um die Systemverschlüsselung bei Windows-Feature-Updates sowie ein Problem mit der Offenlegung begrenzter Metadaten (CVE-2026-77572). Falls ihr eine Systemverschlüsselung nutzt, solltet ihr VeraCrypt unbedingt vor dem Vorbereiten eines größeren Windows-Updates aktualisieren. Außerdem wurden Treiberprobleme aus der Version 1.26.29 behoben und Dialogfenster öffnen sich nun nicht mehr fehlerhaft auf dem falschen Monitor oder außerhalb des sichtbaren Bereichs. Auch doppelt belegte Laufwerksbuchstaben bei Favoriten-Laufwerken führen nicht mehr zu Dauerschleifen bei den Fehlermeldungen.
Auf dem Mac behebt das Release Abstürze beim Einbinden und Aushängen von Laufwerken im Zusammenspiel mit macFUSE ab Version 5.3.3. Wer FUSE-T einsetzt, sollte nach dem Update einmal das System neu starten, da eine Bereinigungs-Schwachstelle (CVE-2026-108982) behoben wurde. Praktisch für Mac-Nutzer: Die Werkzeuge zum Prüfen und Reparieren von Dateisystemen funktionieren wieder wie gewohnt und geben ihre Ausgaben im Terminal aus.
Unter Linux und BSD wurde neben einer Lücke im Installer auch die Erkennung von CPU-Funktionen verbessert, damit verschlüsselte Volumes direkt von vorhandener Hardwarebeschleunigung profitieren.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine kleine Provision - ohne Aufpreis für euch und ohne Einfluss auf unsere redaktionelle Meinung.