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25 Jahre Pikmin: Wie eine Garten-Beobachtung Nintendos eigenwilligsten GameCube-Hit schuf
Vor einem Vierteljahrhundert stürzte Captain Olimar erstmals ab: Ein Rückblick auf knallhartes Zeitmanagement, bunte Pflanzenhelfer und hungrige Monster.
Im Herbst 2001 veröffentlichte Nintendo auf dem GameCube eines der eines der eigenwilligsten Werke seiner Historie.. Mario-Schöpfer Shigeru Miyamoto beobachtete damals Ameisen in seinem Garten und verwandelte diese Faszination in ein frisches Spielkonzept. Das Resultat war Pikmin, in dem ihr in die Rolle des winzigen Raumfahrers Captain Olimar vom Planeten Hocotate schlüpft. Heute feiert der Nintendo-Klassiker seinen 25. Geburtstag.
Nach dem Zusammenstoß mit einem Meteoriten stürzt Olimars Raumschiff, die S.S. Dolphin, auf einem unbekannten Planeten ab und verliert 30 Bauteile. Vorerst sitzt Olimar dort fest – mit einem fatalen Problem im Nacken: Die sauerstoffhaltige Atmosphäre wirkt giftig auf Olimar, weshalb ihm für die Bergung genau 30 Tage bleiben, bevor sein Raumanzug den Geist aufgibt.
Mit dem Start des GameCube im Jahr 2001 ging Nintendo spielerische Wagnisse ein. Neben etablierten Klassikern brachte der Konzern unkonventionelle Konzepte wie Pikmin hervor, die demonstrierten, wie gut sich Echtzeitstrategie auf einer Konsole anfühlen kann.
Unterstützung erfährt er durch zierliche Pflanzenwesen, die Olimar auf den Namen "Pikmin" tauft. Mithilfe seiner Trillerpfeife dirigiert er bis zu 100 Helfer gleichzeitig durch das Dickicht und macht sich auf die Suche nach den Teilen seines Raumschiffs. Die Pikmin greifen ihm unter die Arme, indem sie Barrikaden einreißen und sich mutig auf gefräßige Monster stürzen. Die unterschiedlichen Farben der kleinen Begleiter dienen nicht nur der Abwechslung, sondern zeigen ein klares System dahinter: Rote Pikmin widerstehen Feuer und teilen im Kampf kräftig aus, gelbe Pikmin fliegen bei Würfen höher und tragen explosive Bombenfelsen, während die blauen Artgenossen problemlos durch Gewässer waten.
Spielerisch setzt Pikmin auf knallhartes Mikromanagement. Jeder Erkundungstag dauert nur rund 13 Minuten in Echtzeit. Sobald die Sonne am Horizont versinkt, müsst ihr euer Gefolge in die rettenden Zwiebel-Schiffe zurückpfeifen. Ansonsten droht Gefahr durch nachtaktive Raubtiere, die jeden vergessenen Pikmin vor euren Augen auffressen.
Das Echtzeitstrategie-Konzept von Miyamoto bewies mit mehr als einer Million verkaufter Exemplare, dass das Genre auch ohne Maus und Tastatur auf der Konsole funktioniert. Der Überraschungshit legte den Grundstein für eine beliebte Reihe und zog Neuauflagen auf Wii und Nintendo Switch nach sich. Am zugrundeliegenden Spielprinzip hat sich bis zu Pikmin 4, dem jüngsten Serienableger, nicht viel geändert. Es geht gleichermaßen um Überlebenskampf und um clevere Organisation – ein spannender Mix, im Lauf der Jahre verpackt in immer hübschere Welten.