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Umfragen vor den Midterms: Trumps frühere Wähler wenden sich von ihm ab
US-Präsident Trump wurde 2024 von vielen Menschen gewählt, die sonst nicht für die Republikaner stimmen. Kurz vor den Zwischenwahlen zeigen Umfragen nun: Diese Wähler hat er besonders enttäuscht.
Auch in der US-amerikanischen Politik gibt es das Wort Koalition ("coalition"), es hat aber eine ganz andere Bedeutung als bei uns. Die "Trump-Coalition" bestand bei der Wahl 2024 aus den gesellschaftlichen Gruppen, die Donald Trump erfolgreich angesprochen und mit denen er die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte.
Aus dieser Koalition sind innerhalb von zwei Jahren wichtige Teile herausgebrochen, sie ist deutlich geschrumpft. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit im Februar 2025 hatte Trump in den Umfragen des Pew Research Centers noch 47 Prozent Zustimmung, kaum weniger als sein Wahlergebnis im November 2024. Fast zwei Jahr später, im Oktober 2026, ist der Wert auf 30 Prozent abgesackt. Mehr als ein Drittel der "Trump-Coalition" ist enttäuscht und wendet sich wieder ab. Und diese Enttäuschung ist ausgerechnet in den Gruppen am größten, die er damals neu für sich gewinnen konnte.
FAQ
20.10.2026
Wer wird gewählt, welche Themen bestimmen den Wahlkampf und welche Chancen haben die Demokraten?
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Bei den republikanischen Stammwählern gelang Trump bei der vergangenen Präsidentschaftswahl - wie schon bei den vorangegangenen Wahlen - eine hohe Mobilisierung: Weiße Wählerinnen und Wähler außerhalb der Großstädte, konservative und religiös geprägte Menschen, vor allem evangelikale Christen, sympathisierten nicht nur mit ihm, sie gaben auch in großer Zahl ihre Stimmen für ihn ab.
So gelang es ihm erstmals und anders als noch 2016, auch das "Popular Vote" zu gewinnen, also die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. 77,3 Millionen (49,7 Prozent) wählten Trump, 75 Millionen (48,2 Prozent) seine damalige demokratische Gegenkandidatin Kamala Harris.
Das Beachtliche bei der Wahl 2024: Trump gewann entscheidende Stimmen in Gruppen, die nicht zum klassisch republikanischen Wählerpotential gehören. Gegenüber 2016 und 2020 wurde er deutlich stärker von ethnischen Minderheiten gewählt, den Latinos und in geringerer Zahl auch von Schwarzen. Beide Gruppen blieben zwar mehrheitlich demokratisch. Aber Trump konnte gerade unter den männlichen Latinos und Schwarzen beträchtlich zulegen. Und junge Männer insgesamt unterstützten Trump stärker als früher - egal welcher Hautfarbe.
Seitdem Trump vor sechs Jahren gegen Biden verlor, leugnet er das Wahlergebnis. Könnte sich das wiederholen?
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Zwei Jahre später hat sich das Bild völlig verändert. In den Umfragen zu den Kongresswahlen liegen die Republikaner deutlich hinter den Demokraten und fürchten um die Mehrheit im Repräsentantenhaus, vielleicht sogar im Senat. Nach der jüngsten Erhebung des Pew Research Center wollen nur 36 Prozent der Befragten bei der Wahl zum Repräsentantenhaus für einen republikanischen Kandidaten stimmen, 44 Prozent für Demokraten. 15 Prozent sind unentschlossen, fünf Prozent neigen zu anderen, nicht parteigebundenen Personen.