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Kritik an Audi-Chef Döllner reißt nach Auftritt mit Trump nicht ab
Der Auftritt von Audi-Chef Döllner an der Seite von US-Präsident Trump sorgt weiter für Kritik. SPD-Generalsekretär Klüssendorf fordert Konsequenzen vom Mutterkonzern VW. Audi selbst verteidigt den Auftritt.
Die Kritik am Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner an der Seite von US-Präsident Donald Trump reißt nicht ab. Nach scharfer Kritik von Gewerkschaften und von Arbeitnehmernseite haben sich auch auch mehrere Politiker zu Wort gemeldet.
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf sprach von einem "Skandal". Im Onlinedienst Instagram erklärte er, Audi-Chef Döllner belohne "die Zollpolitik von Donald Trump noch mit Wahlkampfhilfe und Werksneubau" - während der VW-Konzern zugleich in Deutschland Stellen abbauen wolle. "Statt für einen starken deutschen Automobilstandort zu kämpfen, läuft er lieber dem US-Präsidenten hinterher. Das muss innerhalb des VW-Konzerns Konsequenzen haben."
Zuvor hatte Linken-Chef Luigi Pantisano sogar den Rücktritt von Döllner gefordert. Döllner müsse "seinen Hut nehmen", sagte Pantisano dem Nachrichtenportal t-online. "Gerade bei VW, wo das Land Niedersachsen mit in Verantwortung ist, muss das Konsequenzen haben."
Kommentar
26.10.2026
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Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies äußerte sich kritisch über den Auftritt Döllners. Die Entscheidung für ein Audi-Werk in den USA könne "strategisch richtig" sein, eine Wahlkampfveranstaltung sei aber "nicht der richtige Ort", eine solche Investition zu verkünden, so der SPD-Politiker.
Döllner sei "Teil einer politischen Inszenierung" geworden, was Befremden ausgelöst habe. Das Bundesland Niedersachsen hält als Großaktionär 20 Prozent der Stimmrechte am Audi-Mutterkonzern Volkswagen.
Der Auftritt des Audi-Chefs auf einer Wahlkampfveranstaltung Trumps sorgt für heftige Kritik.
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Der Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, erklärte, Trump schade mit seiner Politik "massiv der deutschen Industrie, auch der Automobilindustrie". "Wenn die Ethik- und Compliance-Regeln für Vorstand und Aufsichtsrat von Volkswagen mehr darstellen sollten als eine Mischung aus Management-Kalenderblattsprüchen und Wandtattoos, dann müssen sie sich jetzt klar dazu positionieren", sagte der CDU-Politiker dem Handelsblatt.