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Abfindung statt Kündigungswelle: Microsoft bietet 60.000 Angestellten freiwilligen Ausstieg an
Ein Viertel der Belegschaft kann gehen: Bis Anfang Dezember läuft das Programm, während der Konzern seine gewaltigen KI-Ausgaben drosseln will.
Nicht nur bei Xbox will Microsoft den Rotstift ansetzen und massiv Personal abbauen. Der Konzern kündigte nun ein sogenanntes "Voluntary Exit Offer" an. Mit diesem Abfindungsprogramm zahlt Microsoft Angestellten im Grunde Geld dafür, dass sie potenziellen Kündigungswellen zuvorkommen und ihren Hut freiwillig nehmen.
Microsofts Chief People Officer Amy Coleman stellte den Plan heute offiziell vor. "Dieses Angebot eröffnet berechtigten Angestellten, die über eine berufliche Zukunft außerhalb des Unternehmens nachdenken, die Chance, diesen Schritt jetzt mit entsprechender Unterstützung zu gehen. Gleichzeitig hilft es den teilnehmenden Abteilungen, ihre Belegschaft flexibler an veränderte Anforderungen anzupassen", schreibt Coleman in einem internen Memo an die Belegschaft.
Trotz Milliardengewinnen steht Microsoft unter Druck der Wall Street: Astronomische Investitionen in KI-Rechenzentren und OpenAI belasten die Margen. Um die Kosten abzufedern, setzt der Konzern nun konzernweit den Rotstift an.
Das freiwillige Abfindungsangebot richtet sich ausschließlich an Angestellte bis einschließlich Gehaltsstufe "Level 70" in Kanada, Indien, Großbritannien und den USA. Einige Bereiche des Konzerns klinkten sich allerdings bereits aus. Ob Xbox oder eines der zugehörigen Studios an dem Programm teilnehmen, ist derzeit noch unklar.
"Hierbei handelt es sich um ein zeitlich befristetes, freiwilliges Programm. Es gibt berechtigten Personen die Möglichkeit, Microsoft mit finanzieller Unterstützung und Ressourcen für die weitere Karriereplanung zu verlassen. Einige Sparten bieten das Voluntary Exit Offer an, andere wiederum nicht. Die Teilnahme richtet sich nach den jeweiligen Prioritäten der Geschäftsbereiche, Kundenverpflichtungen und dem aktuellen Personalbedarf", ergänzt Coleman.
Ein Microsoft-Sprecher bestätigte gegenüber Business Insider, dass das Angebot rund 60.000 Mitarbeitern offensteht – das entspricht satten 25 Prozent der gesamten Belegschaft. Dem Bericht zufolge orientieren sich die Konditionen an den regulären Abfindungspaketen des Konzerns. Wer das Angebot annehmen will, muss sich bis Anfang Dezember entscheiden.
Xbox selbst leitete Anfang des Jahres bereits einen radikalen Kurswechsel ein. Dieser umfasste den Abbau von geplanten 3.200 Stellen sowie umfassende Umstrukturierungen bei zahlreichen First-Party-Studios. Double Fine, Compulsion Games und Undead Labs wagten seither den Schritt in die Unabhängigkeit, während das Schicksal von Arkane Lyon und Ninja Theory weiterhin am seidenen Faden hängt. Wie CNBC hervorhebt, fällt das Abfindungsprogramm in eine Phase, in der Microsoft versucht, seine astronomischen Ausgaben für generative KI wieder einzufangen.