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Proton-Angestellte sollen wegen KI-Nutzung erneut ins Bewerbungsgespräch
Beim Schweizer IT-Unternehmen Proton möchte man die KI-Nutzung vorantreiben. Dazu sollen die Angestellten jetzt in neuen Bewerbungsgesprächen befragt werden.
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Bei dem Schweizer IT-Unternehmen Proton müssen Angestellte erneut in ein Bewerbungsgespräch, um zu erklären, wie sie KI-Technik nutzen. Das berichtet das IT-Magazin 404 Media unter Berufung auf eine interne Ankündigung, in der es heißt, dass die Überprüfung „zu Änderungen hinsichtlich der Aufgaben, Zuständigkeiten und weiteren Beschäftigung“ führen könne. Man benötige Menschen, die KI-Fähigkeiten in bessere Produkte, stärkere Ausführung neue Arbeitsweisen „übersetzen können“, heißt es demnach weiter. Geführt werden sollen die Gespräche nicht von den regulären Vorgesetzten, sondern von einer Gruppe hochrangiger Angestellter, „die starke KI-Fähigkeiten“ unter Beweis gestellt hätten.
Laut 404 Media treibt Protons CEO Andy Yen schon länger den KI-Einsatz in dem Unternehmen voran, zuletzt habe er laut dem internen Rundschreiben mehr als 40 Führungskräfte befragt, um die neuerlichen Bewerbungsgespräche vorzubereiten. Laut den jüngsten Zahlen aus dem Jahr 2024 hat das Unternehmen hinter Online-Diensten wie Proton Mail, Proton VPN, Proton Pass und mehr etwa 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nicht alle sollen jetzt erneut ein Bewerbungsgespräch führen müssen. Wo dies der Fall ist, seien die aber „von großer Bedeutung“. Man sei sich bewusst, dass das jetzt zu Unsicherheiten führe, und werde individuelle Ergebnisse so bald wie möglich mitteilen. Stattfinden sollen die Gespräche demnach zwischen dem 4. und 11. November.
Gegenüber 404 hat sich Proton nicht zu dem weitergegebenen Rundschreiben und den Bewerbungsgesprächen geäußert. Später erklärte das Unternehmen aber, es baue keine Stellen ab und nutze KI nicht als Vorwand dafür. In dem Schreiben klingt das aber anders, aber auch damit ginge es im Fall von Proton nicht um die seit Monaten geschürte Angst, dass KI-Technik Arbeitsplätze ersetzt, sondern darum, dass Angestellte dazu gedrängt werden sollen, sie stärker zu benutzen. Yen jedenfalls wünscht sich laut dem Schreiben Angestellte, die die von KI ermöglichten Veränderungen „mit Neugier, Urteilsfähigkeit und Dringlichkeit“ angehen.
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