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Mass Effect: Nach Leak will der Komponist den Trailer neu vertonen
Sam Hulick will dem internen Video des eingestellten BioWare-Spiels eine frische Vertonung verpassen.
Sam Hulick, Komponist der originalen Mass-Effect-Trilogie, will den vielversprechenden Trailer zum mittlerweile eingestellten BioWare-Projekt „Mass Effect Universe“ neu vertonen – pünktlich zum N7 Day.
Diesen Plan verkündete Hulick auf X: „Alles klar. Mein Plan steht: Zum N7 Day veröffentliche ich den Trailer zu Mass Effect Universe mit neuem Score. Der Zeitplan ist zwar ziemlich straff, weil ich gerade an einem Pitch für ein neues Spiel sitze, aber ich gebe mein Bestes! Ich möchte nichts überstürzen. Das Ganze soll schließlich meine musikalische Vision für MEU perfekt widerspiegeln.“
Der vergangene Woche geleakte Trailer zu Mass Effect Universe war eigentlich nur für die Führungsetage von EA und BioWare gedacht. Er sollte intern veranschaulichen, in welche Richtung das inzwischen gecancelte fünfte Mass-Effect-Spiel gehen könnte. Weder die Musik noch das Bildmaterial waren für die Öffentlichkeit bestimmt – genau deshalb plant Hulick nun die Neuvertonung.
Nach über drei Jahrzehnten Firmengeschichte schloss EA das Traditionsstudio hinter Mass Effect und Dragon Age im Rahmen konzernweiter Entlassungswellen. Das geplante Projekt zu Mass Effect wurde damit endgültig begraben.
Hulick ist allerdings nicht der Einzige aus der Branche, der Musik zu Mass Effect Universe teilen möchte. Der renommierte Komponist Austin Wintory – bekannt für seine Soundtracks zu Sword of the Sea, Journey und Hades 2 – veröffentlichte 20 Minuten Musikmaterial. Dieses Stück hatte er BioWare bereits 2025 in der Hoffnung vorgelegt, am Soundtrack von Mass Effect Universe mitwirken zu dürfen.
Wintory und Hulick reihen sich damit unter die zahlreichen Stimmen, die die Schließung von BioWare in der vergangenen Woche scharf kritisierten. Bei dem Traditionsstudio verloren 50 Angestellte ihren Job. Der Schritt war Teil einer groß angelegten Umstrukturierung, die Hunderte weitere Mitarbeiter bei verschiedenen EA-Studios traf. Zuvor hatten die saudi-arabische Savvy Games Group und die Private-Equity-Firma von Jared Kushner EA übernommen – die Entlassungswelle folgte nur wenige Monate später.