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Arc Raiders: Studio stellt PvE-Elemente weiterhin infrage - trotz scheinbar guten Tests
Ein Matchmaking-Test für Koop-Fans brachte starkes Feedback. Nun fürchtet das Team, mit einer Festlegung die Kernidee des Extraction-Shooters zu verwässern.
Die Community forderte es seit Monaten, nun endete in Arc Raiders der allererste Test für einen reinen PvE-Modus. Das Feedback fiel größtenteils positiv aus. Dennoch hüllt sich Entwickler Embark Studios bislang in Schweigen, ob der Modus dauerhaft ins Spiel zurückkehrt.
Das hat einen einfachen Grund: Intern fiel offenbar noch keine Entscheidung. Im Gespräch mit MP1st verriet Executive Producer Aleksander Grøndal, dass das Team derzeit die erhobenen Daten auswertet. Dabei gelte es verschiedene Aspekte abzuwägen.
„Nachdem wir den Test mit dem Matchmaking-Schalter für PvE abgeschlossen haben, analysieren wir die Daten jetzt sehr genau“, erklärt Grøndal. „Aus historischen Gründen standen wir einem solchen Modus natürlich anfangs skeptisch gegenüber. Jetzt müssen wir besprechen, wie wir in Zukunft damit umgehen wollen.“
Mit den „historischen Gründen“ meint Grøndal wohl die Entwicklungsgeschichte des Shooters: Arc Raiders war ursprünglich als reiner Koop-PvE-Titel geplant. Mitten in der Produktion vollzog Embark jedoch eine Kehrtwende und formte daraus den Extraction-PvPvE-Shooter, den wir heute kennen.
Seit dem Release von Arc Raiders bildeten sich zwei Lager heraus: Auf der einen Seite stehen Spieler, die den Nervenkitzel, das Risiko und die Unberechenbarkeit des PvP schätzen. Auf der anderen Seite wünschen sich viele einfach nur, die komplexen PvE-Mechaniken zu erleben, ohne ständig auf der Hut vor feindlichen Spielern sein zu müssen.
„Das Spiel besitzt eine ganz eigene Faszination. Ein bestimmter Spielertyp möchte die Welt ohne diesen Stress erleben“, betont Grøndal. „Vielleicht zeigt uns das, dass der Titel für unterschiedliche Spielertypen offen sein sollte. Jetzt müssen wir herausfinden, wie wir das am besten unterstützen.“
Die große Herausforderung besteht laut Grøndal darin, beide Gruppen zu bedienen, „ohne dabei die Kernidee des Spiels zu verwässern“. Dafür muss Embark zunächst den eigentlichen Zweck eines solchen PvE-Modus definieren.
„Wir müssen verstehen, welches Bedürfnis hier im Vordergrund steht“, führt Grøndal aus. „Soll es eher ein entspannter Nebenmodus sein, den man zwischen nervenaufreibenden PvPvE-Runden einlegt? Ein herausfordernder Modus, in dem man sein Können gegen die KI testet? Oder gar eine eigenständige, vollwertige PvE-Erfahrung?“
Grøndal deutete bereits in der Vergangenheit an, dass zwei getrennte Modi für die unterschiedlichen Zielgruppen eine realistische Zukunft für Arc Raiders sein könnten. Offenbar liegen derzeit alle Varianten auf dem Tisch – auch wenn das Studio aktuell noch keine endgültige Antwort parat hat. „Jede dieser Optionen wirkt sich ganz unterschiedlich darauf aus, wie wir künftige Updates strukturieren“, ergänzt Grøndal.