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Megakonstruktionen - Europas neues Mega-Projekt: Das pan-arktische Kabel soll bald die ganze nördliche Welt verbinden – mit Ausnahme einer Supermacht
Das Unterseekabel soll Europa mit Grönland sicher verbinden. (Bildquelle: Negro Elkha - adobe.stock.com)
Ein gigantisches Datenkabel durch das ewige Eis soll Europas Internetverkehr neu ordnen – und dabei einen großen Bogen um die USA machen.
Wie aus einem kürzlich veröffentlichten Strategiepapier der Europäischen Kommission vom 20. Oktober hervorgeht, plant die EU mit dem sogenannten Pan-Arktis-Kabel ihre erste direkte Untersee-Internetverbindung nach Grönland.
Das offiziell als Flaggschiff-Projekt deklarierte Vorhaben soll Europa eine sichere und souveräne Infrastruktur garantieren und könnte das Netz in Zukunft als digitale Brücke über Kanada sogar bis nach Japan und Südkorea erweitern.
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Der erste große Hollywood-Film über das Internet namens Das Netz ist heute 30 Jahre alt
Dass ein derartiges Projekt durch unwirtliche Gewässer überhaupt realisiert wird, markiert einen Kurswechsel in der strategischen Planung der Europäischen Union.
Noch vor wenigen Jahren hätte sich diese Route wirtschaftlich kaum gelohnt, betonen Sicherheitsexperten gegenüber dem Technik-Magazin Ars Technica. Heute jedoch weicht die reine Internetökonomie der Geopolitik: Europa sucht nach Alternativen zu den bestehenden, höchst verwundbaren Daten-Hauptschlagadern.
Aktuell verlaufen über 90 Prozent der Kommunikation zwischen Europa und Asien durch das Rote Meer, wo die Infrastruktur durch Angriffe der Huthi-Milizen zunehmend bedroht ist.
Gleichzeitig reagiert Brüssel mit der gezielten Umgehung der USA auf wachsende Spannungen mit Washington.
Die Grundlagen für die neue Datenautobahn sind bereits gelegt. Zusammen mit einem grönländischen Telekommunikationsunternehmen haben europäische Firmen und Forschungseinrichtungen schon 2025 erste Abkommen zur Entwicklung des Pan-Arktis-Kabels unterzeichnet.