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Im Test vor 15 Jahren: Battlefield 3 brachte selbst die GTX 580 ins Schwitzen
Am 31. Oktober 2011 testeten wir Battlefield 3. Die Frostbite-2-Engine forderte selbst schnelle Grafikkarten, der Multiplayer überzeugte mit großen Schlachten. Die Kampagne erinnerte dagegen stark an Call of Duty. Fünf Tage zuvor stand auch ArcaniA: Fall of Setarrif auf dem Prüfstand.
Sechs Jahre waren seit Battlefield 2 vergangen, als Dice Ende Oktober 2011 den dritten Teil der Reihe veröffentlichte. Dazwischen hatte das Studio unter anderem mit Bad Company 2 einen erfolgreichen Ableger abgeliefert, doch Battlefield 3 sollte wieder stärker an den PC-Wurzeln der Serie anknüpfen. Der Zeitpunkt war günstig, denn bei militärischen Ego-Shootern gab inzwischen Call of Duty den Ton an. Mit Battlefield 3 wollte EA dem Konkurrenten einen Titel entgegensetzen, der technisch wie spielerisch mithalten konnte.
Auf dem PC konnten sich bis zu 64 Spieler gleichzeitig bekämpfen, verteilt auf zunächst neun Karten und fünf Spielmodi. Zu den Schauplätzen gehörten unter anderem Caspian Border, Seine Crossing und Tehran Highway. Das Spektrum reichte von weitläufigen Landschaften mit reichlich Platz für Fahrzeuge bis zu engen Straßen, in denen vor allem die Infanterie gefordert war.
Im Mittelpunkt standen die bekannten Modi Conquest und Rush. Bei Conquest ging es darum, möglichst viele Flaggenpunkte zu halten und dem Gegner damit seine Tickets abzunehmen. In Rush musste ein Team mehrere Stationen zerstören, während die Verteidiger genau das verhindern sollten. Die unterschiedlichen Karten sorgten dafür, dass sich die Gefechte trotz der vertrauten Spielregeln deutlich voneinander unterschieden.
Vier Klassen mit unterschiedlichen Aufgaben, freischaltbare Ausrüstung und ein umfangreicher Fuhrpark machten das Zusammenspiel im Team besonders wichtig. Der Sturmsoldat konnte gefallene Kameraden wiederbeleben, der Pionier kümmerte sich um beschädigte Fahrzeuge und feindliche Panzer. Dazu kamen Hubschrauber und Kampfjets, die auf den größeren Karten für zusätzliche Abwechslung sorgten.
Im damaligen Test fand der Mehrspielermodus entsprechend viel Zustimmung. Dice hatte die wesentlichen Bestandteile der Vorgänger übernommen und sinnvoll erweitert. Die großen Schlachten funktionierten, die Spielmodi waren abwechslungsreich und auch technisch lief der Multiplayer bereits ordentlich. Das genügte uns für eine klare Empfehlung.
Weniger eigenständig präsentierte sich der Einzelspieler. Bereits die Eröffnung mit dem Verhör des US-Marines Henry Blackburn erinnerte auffällig an Call of Duty: Black Ops. Auch die anschließende Geschichte um einen Terroristen und drohende Anschläge hätte gut aus dem Konkurrenzprodukt stammen können.
An Abwechslung mangelte es der rund sechs bis sieben Stunden langen Kampagne zunächst nicht. Die Spieler kämpften sich durch Teheran, erlebten eine Verfolgungsjagd in Paris und waren zeitweise in einem Panzer oder Kampfjet unterwegs. Allerdings durften sie sich nur selten von den vorgegebenen Wegen entfernen. Besonders deutlich wurde das beim Einsatz im Kampfjet, dessen Steuerung das Spiel vollständig übernahm. Dem Spieler blieb lediglich die Bedienung der Waffensysteme.
Wir bescheinigten der Kampagne durchaus eine spannende Inszenierung und eine insgesamt schlüssige Handlung. Angesichts der Möglichkeiten, die Battlefield gerade im Multiplayer bot, hätten wir uns allerdings mehr Mut beim Missionsdesign gewünscht. Für weitläufige Gefechte war die Reihe schließlich bekannt, nur im Einzelspieler war davon wenig zu sehen.
Bei der Grafik hatte sich Dice einiges vorgenommen. Die neue Frostbite-2-Engine nutzte DirectX 11 einschließlich Tessellation und bot eine aufwendige Beleuchtung, detaillierte Umgebungen, überzeugende Rauchdarstellung und zahlreiche zusätzliche Effekte. Besonders das Beleuchtungsmodell hoben wir hervor. Selbst Crysis 2 konnte nach unserer Einschätzung optisch nicht mithalten.