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KI-Boom: OpenAI-CEO Sam Altman kritisiert ungenutzten RAM in PCs
OpenAI-CEO Sam Altman sieht angesichts des knappen DRAM-Angebots wenig Effizienz darin, große RAM-Mengen in privaten PCs vorzuhalten. Dort werde der Speicher womöglich nur fünf Prozent der Zeit genutzt, während Cloud-Rechenzentren ihn stärker auslasten könnten. Consumer-Hardware spürt den Engpass bereits deutlich.
In einem Interview auf dem YouTube-Kanal „Cheeky Pint und Stripe“ erläutert OpenAI-CEO Sam Altman diese Sichtweise. Ab Minute 29:10 richtet sich seine Argumentation nicht unmittelbar gegen Arbeitsspeicher in Gaming-PCs, sondern auf dessen weltweite Verteilung. Als das Gespräch die begrenzten Rechenkapazitäten der KI-Branche erreicht, bezeichnet Altman es als „ziemlich furchtbar“, dass ein Teil des weltweit knappen DRAM-Angebots in einzelnen Computern verbaut ist und dort womöglich nur fünf Prozent der Zeit zum Einsatz kommt. Unter den derzeitigen starken Lieferengpässen sei es wesentlich effizienter, den verfügbaren Speicher in der Cloud möglichst hoch auszulasten. Die „unsichtbare Hand“ des Marktes funktioniere bei der Verteilung des verfügbaren Speichers seiner Einschätzung nach aktuell nicht wie gewünscht.
Die Speicherknappheit betrifft OpenAI unmittelbar, denn für die Bereitstellung großer KI-Modelle ist das Unternehmen darauf angewiesen, dass Hyperscaler möglichst viele Rechenzentren errichten und mit entsprechender Hardware bestücken können.
Altmans Argumentation setzt allerdings implizit voraus, dass Arbeitsspeicher in privaten Computern vor allem für lokale KI verwendet wird. Tatsächlich bildet RAM eine grundlegende Komponente zahlreicher Geräte aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik. Entsprechend schlägt sich die durch den KI-Boom verschärfte Speicherknappheit inzwischen deutlich auf Gaming-Hardware nieder. Einem Bericht von IGN zufolge sollen gebrauchte PS5-Pro-Konsolen mittlerweile für bis zu 1.399 US-Dollar gehandelt werden. Sony hatte den offiziellen Preis der Konsole in Deutschland bereits im März aufgrund des RAM-Engpasses um 100 Euro angehoben.
Für die Zukunft des Computing setzt Altman dagegen auf Cloud-basierte KI-Modelle. Engpässe bei Produkten für Endkunden könnten aus seiner Sicht gleichzeitig bewirken, dass größere Speichermengen zu KI-Unternehmen und in deren Rechenzentren gelangen. Vor diesem Hintergrund dürfte sich die angespannte Versorgungslage bei RAM auch im kommenden Jahr kaum entspannen.