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Wahlkampf der US-Demokraten: Links, rechts - oder am besten in der Mitte?
Gemeinsam gegen Trump: Darin sind sich die Demokraten in den USA einig. Aber darüber hinaus? Im Wahlkampf in Colorado zeigt sich die ganze Bandbreite an politischen Ideen der Partei.
In einem Nachtclub in Denver richten sich die Blicke auf eine zierliche, junge Frau. Melat Kiros, knapp 30 Jahre alt, Tochter äthiopischer Einwanderer, will in den US-Kongress, sie ist hier, um für sich zu werben. Wie Zoran Mamdani und Alexandria Ocasio-Cortez in New York gehört die Anwältin Kiros zu den demokratischen Sozialisten.
Bei schummriger Beleuchtung spricht sie eindringlich von "arbeitenden Familien", der "Oligarchie" und vom "Faschismus", der sich auf der ganzen Welt ausbreite. Mit US-Präsident Donald Trump hält sie sich nicht weiter auf.
Das System hält sie für kaputt und zeichnet eine positive Vision internationaler Zusammenarbeit, um Klimawandel und Künstliche Intelligenz in den Griff zu bekommen. Mehr Steuern für die Reichen fordert sie und vor allem eine Krankenversicherung für alle.
Melat Kiros setzt auf eine tiefgreifende Veränderung und spricht damit vor allem junge Wähler in den Städten an.
Ein paar Tage später: Etwa 30 Wahlhelferinnen versammeln sich im La Raza Park in Denver, um auszuschwärmen und an den Haustüren für Kiros zu werben. Zehntausende Haushalte haben sie schon abgeklappert. "Sprecht mit euren Nachbarn über eine bessere Welt, für die wir kämpfen", ruft Kiros ins Megaphon und erntet Jubel. Dabei bleiben die Haustüren in Distrikt 1 oft verschlossen.
Vor allem junge und urbane Wähler fühlen sich von ihrer Wut angesprochen, die sie in etwas Produktives wandeln will. "Wut ist wichtig und hat zu allen Veränderungen geführt in diesem Land", sagt Kiros. "Wenn sich etwas Großes für die Massen verändert, dann, weil wir unsere Wut auf das System gezeigt haben."
Damit trifft die Sozialistin, wie sie sich nennt, offenbar das Lebensgefühl junger, linksgerichteter US-Wähler.
Ist der kämpferische Linkskurs wie bei New York Bürgermeister Mamdani ein Erfolgsrezept überall in den USA?
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24 Prozent der Bevölkerung in Colorado gehören zu den Latinos, damit hat der Bundesstaat mit den höchsten Anteil in den USA. Bei der Präsidentschaftswahl 2024 konnte Trump seinen Stimmenanteil bei diesen Wählern steigern, die Demokraten verloren etwa zehn Prozent.