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Digitalgipfel der Bundesregierung: Ist der KI-Zug in Deutschland schon abgefahren?
Die Bundesregierung lädt zum Digitalgipfel nach Berlin. Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz steht die Frage, wie Deutschland und Europa beim Thema Künstliche Intelligenz global mitreden können.
Es drängt sich ja manchmal das Gefühl auf, dass Deutschland abgehängt ist, wenn es ums Digitale geht. Die Anmeldungen zum Digitalgipfel der Bundesregierung sprechen allerdings eine andere Sprache: "Wir sind ausverkauft, fast schon 'über-ausverkauft'. Die Nachfrage war doch größer, als wir sie erfüllen konnten", freut sich Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU).
Er ist Gastgeber des Gipfels, der heute und morgen in Berlin stattfindet. Er erwartet Dutzende Gäste aus aller Welt: Mit dabei sind die Digitalministerinnen und -minister aus Frankreich, den Niederlanden und Kanada. Die CEOs zahlreicher Techfirmen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Nicht zuletzt soll auch Bundeskanzler Friedrich Merz vorbeischauen.
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Sie alle sollen sich auf Paneldiskussionen, bei Keynotes und an Messeständen austauschen. Das Kernthema ist auch in diesem Jahr wieder der Dauerbrenner: Künstliche Intelligenz.
Ganz besonders steht die Frage im Raum, wie auch Deutschland und Europa mitreden können in Sachen KI. Karsten Wildbergers Erwartung dabei: Für Aufbruchstimmung sorgen in Sachen KI. "Wie können wir auf dem, was jetzt heute schon in Gang gekommen ist, noch mal aufsetzen, um weiter auch bei Künstlicher Intelligenz vorne mitzuspielen", so der Minister.
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In der Tat hat sich beim Thema Digitales einiges getan in Deutschland: Deutsche Unternehmen spielen eine wichtige Rolle dabei, KI in der Industrie einzusetzen. Deutsche gründen reihenweise KI-Start-ups. Die Politik hat eine Rechenzentrumsstrategie ins Leben gerufen.
Dass Deutschland allerdings ganz vorn mitspielt, daran zweifeln einige. Eines der Kernprobleme: In Sachen KI sind Deutschland und Europa noch immer abhängig von den USA. Dort machen die großen Techfirmen von OpenAI bis Nvidia das große Geld, dort stehen die Rechenzentren, dort wird der "State of the Art" mit jedem neuen KI-Programm gesetzt. Wer daran teilhaben will, muss "Made in America" kaufen.
Ein Zustand, den man auch beim Thinktank Agora Digitale Transformation in Berlin beobachtet. Geschäftsführer Stefan Heumann fasst die Entwicklung seit dem letzten Digitalgipfel vor einem Jahr so zusammen: "Wir sind leider nicht sehr souverän." Im vergangenen Jahr sei das sehr prominent diskutiert worden, so Heumann. "So wirklich viel passiert ist seitdem nicht. Man könnte eigentlich sagen, dass die Abhängigkeiten noch weiter gestiegen sind."