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Supermärkte: Hacker heizen Kühlanlagen in deutschen Filialen hoch
von Carsten Knobloch
3. Nov. 2026 |
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Cyberkriminelle haben nach Vorfällen im europäischen Ausland nun auch mehrere Supermärkte in Deutschland ins Visier genommen. Statt Systeme einfach nur lahmzulegen, werden vernetzte Kälteanlagen aus der Ferne von Kühlen auf Heizen umgestellt. Die Folge sind verdorbene Lebensmittel und Schäden in sechsstelliger Höhe.
In Bayern traf es unter anderem den Edeka-Markt Ernst im niederbayerischen Reisbach. Dort heizten sich die Kühl- und Tiefkühlanlagen in der Nacht auf bis zu 50 Grad auf. Die Täter hebelten obendrein die internen Warnmeldungen aus. Zwar konnte die Organisation Foodsharing noch kurzfristig Kisten abholen, der Großteil der Ware landete aber direkt in der Mülltonne. Die Kriminalpolizei Landshut ermittelt wegen des Verdachts auf Ausspähen und Verändern von Daten, so der Bericht in der Welt.
In Niedersachsen erwischte es einen Markt in Lilienthal bei Bremen. Dort kletterten die Temperaturen in Kühlhäusern, Bedientheken und Tiefkühltruhen auf rund 30 Grad. Laut dem Inhaber mussten Lebensmittel im Wert von über 360.000 Euro vernichtet werden. Sehr, sehr schade - und krass.
Auch aus Nordrhein-Westfalen gibt es Meldungen. Bei einem Markt richtete sich der Angriff offenbar nicht direkt gegen das Geschäft vor Ort, sondern gegen den externen Dienstleister, der die Kältetechnik aus der Ferne betreut.
Als Hebel dient den Angreifern meist die integrierte Abtaufunktion, die über vernetzte Steuerungen ferngesteuert aktiviert wird. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mahnt Betreiber schon länger, entsprechende Steuerungstechnik nicht offen ins Netz zu hängen. Muss man mal sehen. Bleibt mal zu hoffen, dass die Samsung und LGs und wie sie alle heißen, ihre Netze sicher haben, denn die verticken ja auch schon seit jeher mehr oder weniger smarte Lösungen. Internet of Shit alles...
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