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Science - Die Geburt eines neuen Verkehrsmittels: das elektrische Schiffs-Flugzeug auf Luftkissen, mit dem ihr vielleicht in einigen Jahren zur Arbeit pendelt
Fliegen, fahren oder schwimmen – oder doch irgendwie alles und dann noch was dazwischen: Die Regent Viceroy will es sein und Passagiere haarscharf über dem Wasser ans Ziel befördern. (Bildquelle: Regent)
Ein Unternehmen aus Rhode Island, USA, visiert eine Revolution des Flugnahverkehrs an: ein Flugboot, das weder Schiff noch Flugzeug ist und mit allem Vertrauten bricht. Der »Viceroy« des Unternehmens »Regional Electric Ground Effect Nautical Transport«, kurz Regent, will eine neue Klasse von Transportmitteln begründen: Seegleiter. Er schwebt auf einem unsichtbaren Luftpolster über Wasser.
Das Geheimrezept seiner hohen Effizienz ist altbekannt: der Bodeneffekt. Doch wo die sowjetischen Riesen scheiterten, soll moderne Avionik triumphieren.
Am 2. September 2026 hob der Prototyp des Regent Viceroys erstmals mit Menschen am Steuer ab. Allerdings stoppte das rund 17 Meter lange, etwa 5,5 Meter hohe Vehikel seinen Steigflug bereits nach 10 Metern. Unter ihm erstreckte sich da die Narragansett Bay (North Kingstown, Rhode Island in den USA).
Diese Höhe hielt der Seegleiter mit seinen zwölf Elektromotoren – mehr war nicht nötig. Denn dort schwamm es quasi schwebend auf einer Art unsichtbarem Luftkissen, dem sogenannten Bodeneffekt. Der Luftwiderstand beim Flug nahe dieser Zone sinkt.
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Die Vorteile liegen auf der Hand: Solange der Bodeneffekt besteht, spart er enorme Mengen Energie ein. Regent spricht als Hersteller von einer doppelt so hohen Reichweite wie bei vergleichbaren Elektroflugzeugen.
Dabei lässt sich der Bodeneffekt über Wasser vorwiegend aufgrund der Hindernisfreiheit nutzen. Über Land wirkt er in gleicher Weise, doch sorgen Unebenheiten und allerlei Objekte für eine hohe Gefährdung in niedrigen Flughöhen. Wobei auch die Wellen ein Problem darstellen: Die Viceroys tolerieren sie nur begrenzt.
Regent zufolge sollen Start und Landung bei leichtem Wellengang von maximal vier Metern Höhe möglich sein – aber besser geht’s bei deutlich flacherem Seegang. Beim Flug liege das Limit bei 1,5 Metern hohen Wellen.
Abseits des Fluges verhält sich die Viceroy wie ein Schiff. Es fährt hierzu Hydrofoils (Tragflügel unter dem Rumpf oder Unterwasserflügel) aus, die die Wendigkeit im Hafen verbessern. Sobald es seine jeweilige Startposition auf dem Wasser erreicht hat, beschleunigt es und fährt die Schwimmhilfen ein.