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Midterms: Eine historische Wahl mit vielen Premieren
Die erste schwarze Gouverneurin, eine indigene Senatorin und demokratische Siege in republikanischen Hochburgen wie Kansas oder Texas: Den Demokraten gelang bei den Midterms vielerorts Historisches - eine Auswahl.
Mit dem Begriff "historisch" sollte man zu recht zurückhaltend umgehen, doch mit Blick auf den Ausgang der Midterms in den USA passt er ausnahmsweise ziemlich gut. Den Demokraten gelang gleich in mehreren Bundesstaaten Historisches, und die Niederlage der Republikaner von Präsident Donald Trump nimmt mancherorts beispiellose Dimensionen an.
Dass in Kansas echter Wahlkampf geführt wird, kam für viele bereits überraschend. Der landwirtschaftlich geprägte Bundesstaat im Mittleren Westen ist eine republikanische Hochburg, seit 94 Jahren gab es hier keinen demokratischen Senatoren mehr. Dies war die längste Serie dieser Art in den gesamten USA - und die ist nun vorbei.
Der Demokrat Adam Hamilton schaffte das "Wunder von Kansas". Der Gründer und Pastor der methodistischen Church of the Resurrection setzte sich gegen den von US-Präsident Donald Trump unterstützten Kandidaten Roger Marshall durch. "Ich kandidiere, weil ich der Meinung bin, dass unsere Verfassung derzeit unter Beschuss steht", hatte Hamilton, der politischer Neuling ist, seine Ambitionen begründet.
Adam Hamilton gewann in Kansas- der erste Demokraten-Sieg seit fast 100 Jahren.
Auch Texas galt seit Jahrzehnten als sichere Bank für die Republikaner. Hier gewann seit 1988 kein Demokrat mehr einen Senatssitz. Nun setzte sich hier der Demokrat James Talarico durch. Der frühere Lehrer wird mit seinen 37 Jahren damit zugleich der aktuell jüngste Senator der USA. Er gewann gegen den von Präsident Trump unterstützten republikanischen Kandidaten Ken Paxton.
Techmilliardär Elon Musk hatte Paxtons Wahlkampf mit mehr als 150 Millionen Dollar unterstützt. Talarico bekam dagegen die Unterstützung aus der Familie der früheren US-Präsidenten George W. Bush und George H.W. Bush - eine der Dynastien der Republikaner in Texas.
Bei der Gouverneurswahl gab es in Texas ebenfalls ein historisches Ergebnis: Die 52-jährige Gina Hinojosa setzte sich gegen den republikanischen Amtsinhaber Greg Abbott durch - sie wird damit die erste Latina an der Spitze des südlichen Bundesstaats. Menschen mit Wurzeln in Lateinamerika machen knapp 41 Prozent der Bevölkerung in Texas aus. Hinojosa ist zugleich die erste Demokratin seit Ann Richards im Jahr 1990, die dort eine Gouverneurswahl gewinnt.
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Landesweit galt das Senatsrennen in dem nördlichen Bundesstaat Michigan als eines der spannendsten. Nicht nur, weil Michigan ein klassischer Swing State ist, sondern auch wegen der Kandidaten und eines internen Streits bei den Demokraten, in dessen Verlauf eine prominente Demokratin plötzlich den republikanischen Kandidaten unterstützte.