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Liveblog zu den Midterms: ++ Vance sieht Iran-Krieg als Grund für Wahlschlappe ++
US-Vizepräsident Vance führt die Niederlagen der Republikaner auf den Iran-Krieg zurück. Laut Medienberichten will der derzeitige Sprecher des Repräsentantenhauses, Johnson, nicht erneut als Fraktionschef der Republikaner kandidieren.
Floridas scheidender republikanischer Gouverneur Ron DeSantis erwartet nach den Siegen der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen deutlich mehr Konflikte in Washington. "Sie werden viel mehr Konflikte zwischen dem Kongress und der Regierung sehen", sagte DeSantis. Die Chancen, dass ein von den Demokraten kontrollierter Kongress Trumps Kandidaten für den Supreme Court oder Ministerien bestätige, lägen bei "null".
Papst Leo XIV. hat auf die Ergebnisse der US-Wahl mit einem Appell zum Gemeinwohl reagiert. "Die politische Gemeinschaft existiert um des Gemeinwohls willen", sagte er auf Italienisch vor Hunderten Gläubigen auf dem Petersplatz. Die Ausübung politischer Macht müsse immer auf das Gemeinwohl ausgerichtet sein und dabei stets das Wohl der gesamten Menschheitsfamilie im Blick haben. Leo hat bei der US-Wahl selbst abgestimmt. Er stammt aus Chicago
Bundesaußenminister Johann Wadephul erwartet nach den Midterm-Wahlen in den USA eine weiterhin konstruktive Zusammenarbeit mit der US-Regierung. "Ich habe ein sehr gute, intakte Beziehung zu meinem Kollegen Marco Rubio und Bundeskanzler Merz zu Präsident Trump", sagte er im ARD-Brennpunkt. Für die Bundesregierung seien sie der erste Ansprechpartner. "Aber es ist normal, dass der Kongress auch in der Außenpolitik eine stärkere Rolle einnehmen wird, als es in den vergangenen zwei Jahren der Fall gewesen ist", so der CDU-Politiker.
Der Chef der Demokraten im US-Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, hat die Ergebnisse der Zwischenwahlen als "erstaunliche Rüge für MAGA-Extremismus" bezeichnet. Damit verwies er auf einer Pressekonferenz auf den Slogan "Make America Great Again" von US-Präsident Donald Trump. "Das war nicht einfach eine blaue Welle", sagte Jeffries zu den Wahlergebnissen. "Das war ein amerikanischer Tsunami." Jeffries verwies auch auf Zugewinne der Partei bei Gouverneurs- und Senatswahlen. "Das war ein großartiger Sieg für die Amerikanerinnen und Amerikaner", sagte er.
US-Präsident Donald Trump denkt nach eigenen Angaben nicht darüber nach, seinen Verteidigungsminister Pete Hegseth zu entlassen. Auf eine entsprechende Frage sagte er am Tag nach dem Debakel seiner Republikaner bei den Parlamentswahlen: "Nein, ich finde, er macht einen sehr guten Job".
Der Sender CBS News hatte zuvor unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, dass Trump seine Berater nach der Wahl-Niederlage gefragt habe, ob Hegseth im Amt bleiben solle.
Der von Trump gemeinsam mit Israel begonnene Iran-Krieg hatte die Republikaner im Wahlkampf enorm belastet. Die in der Folge gestiegenen Spritpreise waren eine der zentralen Sorgen der US-Amerikanerinnen und -Amerikaner vor den Wahlen.
Der Sieger der US-Senatswahl in Texas, James Talarico, will sich im Senat auf Alltagsthemen konzentrieren und keine politische Vergeltung üben. Die Wähler hätten den Demokraten "eine letzte Chance" gegeben, "für sie abzuliefern", sagte Talarico dem Nachrichtensender CNN.
Auf die Frage, ob der künftig von den Demokraten kontrollierte Kongress Amtsenthebungsverfahren gegen Mitglieder der Regierung von US-Präsident Trump einleiten sollte, sagte Talarico: "Sie haben uns nicht für politische Vergeltung nach Washington geschickt." Die Wähler wollten, dass die Demokraten die Lebenshaltungskosten senkten, Korruption bekämpften und die Wirtschaft wieder auf Kurs brächten.