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Marktbericht: DAX nähert sich dem Rekordhoch
Nach den US-Zwischenwahlen ist die Euphorie an den Börsen groß: Der DAX robbt sich immer näher an sein Rekordhoch heran. Hilfreich ist auch der sinkende Ölpreis, der den Inflationsdruck senken könnte.
Der Broker IG Markets taxiert den deutschen Leitindex vor der Eröffnung des Xetra-Handels ein halbes Prozent höher auf 26.561 Punkte. Damit rückt der Rekordstand bei 26.619 Punkten immer näher. Am Mittwoch war der DAX um 2,2 Prozent auf 26.437 Punkte gestiegen. In der Spitze hatten ihm mit fast 26.542 Zählern nur noch 78 Punkte zur Bestmarke gefehlt.
Die Anleger reagieren euphorisch auf das Ergebnis der US-Zwischenwahlen: Halte die aktuelle Dynamik an, könnte der DAX sein Allzeithoch bereits in den kommenden Tagen testen, meint Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG.
"Voraussetzung ist, dass die Käufer den Ausbruch über 26.000 Punkte weiter behaupten", so die Expertin. "Die heutige Euphorie verbessert das kurzfristige Marktbild, die geopolitischen Unsicherheiten und das Risiko kräftiger Rückschläge bleiben jedoch bestehen."
Was könnten konkrete Folgen des Wahlergebnisses sein? "Die veränderten politischen Kräfteverhältnisse könnten die amerikanische Haushaltspolitik stärker disziplinieren und damit zumindest einen Teil der Sorgen über die ausufernde Staatsverschuldung und langfristig hohe Anleiherenditen entschärfen", kommentiert Andreas Lipkow, Marktbeobachter von CMC Markets. Die Chancen auf eine Jahresendrally hätten sich für den DAX nun deutlich erhöht.
Das Wahlergebnis sende das Signal, dass die Politik von US-Präsident Donald Trump "nicht grenzenlos durchsetzbar" sei, stellte Dekabank-Experte Joachim Schallmayer fest. Dramatische Kurswechsel seien zwar nicht zu erwarten, doch einzelne Branchen könnten, seiner Einschätzung nach, neue Rahmenbedingungen bekommen.
Marktbericht
04.11.2026
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Unterstützung kommt auch von den Rohstoffmärkten. Die Ölpreise geben kräftig nach. Viele Investoren rechnen damit, dass eine friedliche Lösung für den Nahen Osten nun wahrscheinlicher geworden ist. Sinken die Ölpreise dauerhaft, würde das den Inflationsdruck senken. Das würde auch die Gewinnaussichten für viele Unternehmen verbessern.
Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 1,0 Prozent auf 93,63 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 1,5 Prozent schwächer bei 86,81 Dollar.