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US-Demokraten: Der gemäßigte Kurs verspricht weitere Erfolge
Nach den Midterms sieht sich der linke Parteiflügel der Demokraten gestärkt, doch Top-Demokraten im Kongress setzen auf einen gemäßigten Kurs. Auch Experten sagen: Das hilft in einem "Mitte-Rechts-Land".
Der Wahlsieg der Demokraten bei den Midterms dürfte den Richtungsstreit in der Demokratischen Partei verschärfen. Die sogenannten Progressiven am linken Rand spüren Aufwind. Grund ist die Wahl des Linksaußen Abdul El-Sayed zum Senator im Swing State Michigan.
Der Abgeordnete Ro Khanna aus Kalifornien feierte El-Sayeds Sieg. "Das sind großartige Neuigkeiten für die progressive Bewegung. Das zeigt: Wenn Abdul in Michigan gewinnen kann, können Progressive im ganzen Land gewinnen. Das Establishment kann uns nicht vorhalten, wir seien nicht wählbar."
Was El-Sayeds politische Freunde ausblenden: Michigan wählte am Dienstag eine moderate Demokratin zur Gouverneurin, mit einem besseren Ergebnis als El-Sayed es erzielte.
Nach ihrem Sieg bei den US-Midterms kündigen die Demokraten große Vorhaben an - und Trump sein Veto.
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Die Politologin Elaine Karmack von der Denkfabrik Brookings gießt Wasser in den Wein der Progressiven. Seit Jahrzehnten sei die Zahl der Amerikaner, die sich als konservativ bezeichnen, doppelt so hoch wie die derjenigen, die sich als liberal, also links, bezeichnen, sagt Karmack.
"Alle linken Kandidaten haben gewonnen. Alle gemäßigten Kandidaten haben gewonnen. Es gab viel mehr gemäßigte als linke Kandidaten. Und das ist nun einmal so. Die Demokraten haben Schwierigkeiten damit, sich mit der Tatsache abzufinden, dass dies kein Mitte-Links-Land ist", sagt Karmack. "Es ist ein Mitte-Rechts-Land. Die Demokraten schneiden also gut ab, wenn sie als gemäßigt wahrgenommen werden."
Das Wahlergebnis zeigt: Die Demokraten waren bei den Zwischenwahlen gerade deshalb so erfolgreich, weil ihre Kandidaten überall im Land perfekt zu ihren jeweiligen Wählern passten, politisch und kulturell. Heißt: Wer zum liberalen New York passt, muss nicht der richtige Kandidat für die konservativen Südstaaten sein.
Nach Zahlen der Nachrichtenagentur AP gewannen sie viele Sitze, die zuvor von Republikanern gehalten wurden.
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Die beiden Top-Demokraten im Kongress, Hakeem Jeffries und Chuck Schumer, ließen gestern bereits durchblicken: Sie werden sich dem Druck des linken Flügels widersetzen.