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KI-Klone bei Steam: Epic Games Services Product Director kritisiert das Vorgehen des Unternehmens
Epic-Manager Alexander Rehm kritisiert Valves Umgang mit KI-Klonen auf Steam. Das entfacht eine Debatte über Doppelmoral und die Belastung für Indies.
Valve hat ähnlich wie zum Beispiel der Epic Games Store ein Problem mit KI-generierten Spielen, die die Plattformen regelrecht überfluten. Um dieses Problem auf Steam in den Griff zu bekommen, hat Valve verschiedene Methoden implementiert, doch nicht alle scheinen zu funktionieren oder den gewünschten Effekt zu haben. Epics Services Product Director Alexander Rehm hat nun das Vorgehen des Unternehmens kritisiert, doch ignoriert dabei das Glashaus, indem er selbst sitzt.
Die Flut an KI-Slop-Games und mittels Algorithmen erstellter Klonen bekannter Spiele, die über Steam hereinbricht, ist enorm. Dabei ist Valve immer noch bemüht, den richtigen Umgang mit diesem Problem zu finden. Eine Kennzeichnungspflicht scheint zumindest ein Anfang zu sein. Dennoch hat Epic-Chef Tim Sweeney es sich nicht nehmen lassen, auch diese zu kritisieren und als “politische Stellungnahme” zu bezeichnen.
Der ehemalige Valve-Entwickler Chet Faliszek hielt dagegen und kritisierte vor allem die Doppelmoral, denn auch im Epic Games Store gibt es KI-Kennzeichnungen. “Die Spieler treffen einfach informierte Entscheidungen. Warum behandelst du alle Spieler wie Kinder? Du tust so, als wären sie dumm. Versetz dich stattdessen doch einfach mal selbst in die Lage eines Spielers und frag dich: 'Was würde ich über ein Spiel wissen wollen?'”
Dies löst für viele Entwickler aber nicht das Problem, dass Spiele inzwischen leicht kopiert werden können oder Slop-Games den Markt überfluten und die wahren Perlen verschüttet werden. Es gibt sogar Berichte, dass manche Indie-Entwickler aus Angst vor KI-Kopien auf die Veröffentlichung einer Demo verzichteten. Angeblich soll es sogar zu Erpressungsversuchen gekommen sein, die vor allem auf kleine Studios und Indie-Entwickler abzielen. Hier soll durch eine Ablösesumme verhindert werden, dass Spiele der entsprechenden Entwickler kopiert werden.
All dies macht es gerade für kleine Entwicklerstudios zu einem größeren Risiko, Spiele oder auch Demos zu veröffentlichen. Auf LinkedIn kritisiert Epics Services Product Director Alexander Rehm dabei das Vorgehen von Valve: “Ihr Rat an Entwickler lautet unterdessen, weiterhin Updates zu veröffentlichen, damit Klone nicht mithalten können, was eine vernünftige Strategie ist, wenn man über die nötigen Ressourcen und das Team dafür verfügt, und die wenig Sinn ergibt, wenn man nur aus ein oder zwei Personen besteht, die eine einzige clevere Spielmechanik veröffentlicht haben.”
“Valve erklärte außerdem, dass dem Unternehmen keine Berichte darüber vorliegen, dass Entwickler wegen KI-Klonen erpresst worden seien, und dass dies eine Aufgabe der Strafverfolgungsbehörden sei, nicht des Stores, was für mich so klingt, als würde die Plattform dies nach wie vor als das Problem anderer betrachten”, fährt er fort.
“Wenn du gerade ein Projekt im Indie-Maßstab entwickelst, ist ‘sich ständig weiterverbessern’ kein Wettbewerbsvorteil, sondern eine Belastung, die sich nur diejenigen leisten können, die über ausreichende finanzielle Mittel verfügen”, schließt er seinen Post ab.
Während diese Kritik nachvollziehbar und berechtigt ist, wirkt sie auch sehr einseitig. Es ist leicht, mit dem Finger auf Valve zu zeigen und zu sagen, was dort schief läuft. Es ist aber auch doppelmoralisch, wenn es auf der eigenen Plattform nicht besser zugeht und dieselben Missstände kritisiert werden können. In den Kommentaren unter dem Post reagiert auch Chet Faliszek auf Rehms Aussagen.
“Was für eine absolut unaufrichtige Interpretation, eine spontane Antwort aus einer Fragerunde mit einer schriftlichen Stellungnahme zu vermischen, nur um behaupten zu können, dass sie das Problem als das eines anderen betrachten und sich nicht damit befassen. Ich finde es toll, wie du darauf achtest, auf keines von beiden zu verlinken… Während Tim [Sweeney] die ganze Zeit lautstark verkündet