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Künstliche Intelligenz - Organisierte Banden kapern Lkw mit Hardware für Rechenzentren: Beute übersteigt bereits 100 Millionen Dollar
Kriminelle Banden haben es derzeit besonders auf Server, Kupferkabel und Speicherchips abgesehen. (Bildquelle: Unsplash / Nishat Samadzai)
Der Goldrausch rund um Künstliche Intelligenz erinnert an einen modernen Wilden Westen – inklusive aller typischen Zutaten. Es gibt die neuen Goldminen in Form gewaltiger Rechenzentren und Glücksritter mit prall gefüllten Taschen, die bereitwillig Unsummen für Schaufeln und Ausrüstung zahlen. Nur dass das begehrte Edelmetall heute aus Daten und Silizium besteht.
Was bisher noch fehlte, waren die Postkutschenräuber – doch auch sie sind längst im Spiel. Die Postkutschen von heute sind Sattelschlepper, vollgepackt mit Hardware für den Ausbau moderner Rechenzentren. Wie der US-Sender NBC News berichtet, haben es Kriminelle auf Server, Kupferkabel und Speicherchips abgesehen.
Dabei überlassen die Täter nichts dem Zufall: Sie wählen ihre Beute gezielt aus, noch bevor der Lkw das Lager verlässt, und fangen die Fracht ab, bevor sie ihr Ziel erreicht.
Dieser Artikel stammt im Original von unserer spanischen Schwesterseite xataka-es und erscheint bei GameStar Tech in übersetzter und angepasster Form.
Seit dem 3. Juni belaufen sich die bekannten Diebstähle von Tech-Frachtgut auf schätzungsweise 110,6 Millionen US-Dollar. Wie das Branchenportal FreightWaves unter Berufung auf Scott Cornell – Vorsitzender der Transported Asset Protection Association (TAPA Americas) sowie Vizepräsident und Frachtkriminalitätsexperte bei SPG Cargo & Logistics – berichtet, bewegen sich die Verluste pro Einzelfall zwischen 2 und 38 Millionen US-Dollar.
Im US-Bundesstaat Illinois stellte der Sheriff von Cook County kürzlich zwei gestohlene Auflieger mit Kupfer und Rechenzentrumsausrüstung im Wert von 1,3 Millionen US-Dollar sicher.
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Zwar ist die Gesamtzahl der Übergriffe in den vergangenen Monaten leicht gesunken, der finanzielle Schaden pro Ladung explodierte jedoch regelrecht. Die Sicherheitsagentur Verisk CargoNet erfasste im zweiten Quartal 2026 insgesamt 677 Vorfälle – 26 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Dennoch stieg der Gesamtwert der erbeuteten Fracht von 135,7 Millionen auf stolze 304,6 Millionen US-Dollar. Keith Lewis, Vizepräsident für den operativen Bereich, warnt deshalb eindringlich: »Ein geringeres Vorfallvolumen darf keinesfalls mit einem geringeren Diebstahlsrisiko verwechselt werden.«