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Trumps Stabschefin Wiles verlässt das Weiße Haus
Seit der Wahlniederlage der Republikaner bei den Midterms wird spekuliert, ob und wie US-Präsident Trump seinen Machtzirkel umbaut. Nun steht fest: Die Strippenzieherin Wiles geht, ihr Vize Miller übernimmt.
Wenige Tage nach dem schlechten Abschneiden der Republikaner bei den Zwischenwahlen baut US-Präsident Donald Trump seinen engsten Machtzirkel im Weißen Haus um. Stabschefin Susie Wiles gibt ihren Posten ab, wie Trump auf der Plattform Truth Social mitteilte. Ihr folgen soll ab Montag der bisherige Vizestabschef Stephen Miller. Er gilt als wichtiger Stratege hinter der aggressiven Migrationspolitik des Präsidenten.
Bei den Kongresswahlen am vergangenen Dienstag hatten die Republikaner ihre Mehrheiten in Senat und Repräsentantenhaus an die Demokraten verloren. Es ist ein verheerendes Ergebnis für Trump, der die Wahlen zu einer Abstimmung über seine Politik erklärt hatte. Seither laufen Positionskämpfe in der Republikanischen Partei um die künftige Ausrichtung. Zudem gab es zahlreiche Spekulationen darüber, ob und wie Trump sein Kabinett und seinen Machtzirkel im Oval Office umbauen wird.
Wiles ist nun die erste Personalie in diesem Zusammenhang. Sie soll allerdings im politischen Umfeld Trumps bleiben. Wiles habe bereits am Donnerstagabend ihren Rücktritt eingereicht, berichtete der US-Sender CBS News unter Berufung auf einen Insider.
Der designierte US-Präsident Trump hat seine erste Personalentscheidung getroffen und Susan Wiles zur Stabschefin ernannt.
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Im Frühjahr war bekannt geworden, dass Wiles an Brustkrebs erkrankt war. "Susie ist als eine meiner engsten und wichtigsten Beraterinnen eine starke Persönlichkeit und zutiefst dem Dienst am amerikanischen Volk verpflichtet", schrieb Trump damals. Im September gab Wiles bekannt, den Kampf gegen die Krankheit gewonnen zu haben.
Als Stabschefin war Wiles verantwortlich dafür, den Regierungsalltag des Präsidenten zu organisieren. Die 69-jährige politische Strategin gilt als extrem loyal und diskret. Wiles war die erste Frau auf dem Posten und hatte zuvor unter anderem als Trumps Wahlkampfmanagerin gearbeitet.
In den Fokus der Öffentlichkeit war Wiles im vergangenen Dezember geraten wegen eines Artikels in der Vanity Fair. Wiles hatte darin überraschend unverblümt und auch harsch über ihren Chef geurteilt. Trump habe die "Persönlichkeit eines Alkoholikers", sagte sie beispielsweise. Das Magazin zitierte an dieser Stelle nicht den kompletten Satz aus dem Gespräch. Wiles warf dem Magazin später vor, Aussagen aus dem Kontext gerissen zu haben.