// COMPUTERBASE — HARDWARE & GADGET
AMD Medusa Point: Sample-Flut mit 6, 8 und 10 Kernen bei Geekbench
Dass sich die neue APU-Familie Medusa Point von AMD mit großen Schritten dem Markt nähert, zeigt sich daran, dass diverse Lenovo-Systeme mit dieser Chip-Familie im Geekbench-Browser aufgetaucht sind. Gleich vier verschiedene Samples mit 6, 8 oder 10 Kernen wurden getestet.
Zur Stunde liefert der Suchbegriff „Medusa Point“ bereits über zwei Dutzend Treffer. Die meisten davon sind Lenovo-Systeme, die erst in den letzten Tagen Geekbench 7 durchlaufen haben. Wir haben uns alle Resultate angeschaut und anhand der CPU-Kennung vier potenzielle Varianten von Medusa Point identifiziert. Der erste Hinweis dazu erschien auf X.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Varianten mit ihren Eckdaten laut Geekbench. Der ausgelesene Maximaltakt wurde herausgelassen, da die Angaben nicht plausibel erscheinen. Es wurde jeweils das Sample mit der höchsten Single-Core-Punktzahl ausgewählt.
Während in die Punktzahlen im Benchmark noch nicht allzu viel hineininterpretiert werden sollte, geben die Daten Aufschluss über die möglichen Kernkonfigurationen. Eine große Version mit insgesamt 10 Kernen wurde schon im Vorfeld gesichtet, mehr dazu weiter unten. Neu erscheinen die Einträge mit 8 und 6 Kernen. Das Engineering Sample 100-000002152-50_Y besitzt demnach ein CPU-Cluster mit 2 Kernen und ein zweites CPU-Cluster mit 6 Kernen. Der L3-Cache wird mit 8 MB angegeben. Beim Sample 100-000001658-50_Y sind es wiederum 1 + 5 Kerne und nur noch 4 MB L3-Cache.
Die beiden 10-Kern-Varianten (4 + 6 Kerne) werden mit 16 MB L3-Cache angegeben. Das ist gegenüber den ältesten Einträgen ein Novum. Mit dem Geekbench 6 wurde nämlich Ende April ein „AMD Plum-MDS1“ genanntes Testsystem getestet, dessen Sample die Kennung 100-000001713-30_Y trägt und laut der Datenbank stattdessen über 32 MB L3-Cache verfügt. Im Frühjahr fanden sich noch zahlreiche weitere Einträge zu potenziellen Medusa-Point-Chips mit 32 MB L3-Cache. Bei diesen wurde zudem ein höherer Basistakt von 2,4 GHz angeführt.
Auch wenn im Geekbench nur zwei CPU-Cluster aufgeführt werden, hält die Gerüchteküche an drei Clustern fest. Für das 10-Kern-Modell wurden 4 Zen 6 + 4 Zen 6c + 2 LP vermutet. Analog dazu gibt es jetzt Mutmaßungen über Konfigurationen wie 2+4+2 für die 8-Kern-Variante und 1+3+2 für die 6-Kern-Version.
Neben neuen Zen-6-Kernen wird Medusa Point auch eine neue GPU erhalten. Ein Eintrag zum GPU-Test des Geekbench 7 bestätigt den Einsatz der Grafikeinheit GFX1170. Von dieser ist bekannt, dass sie die Architektur „RDNA 4m“ nutzen soll. Unklar ist aber nach wie vor, worin sich RDNA 4m von der bisherigen RDNA 3.5 unterscheidet. Die vollwertige RDNA-4-Architektur ist es jedenfalls nicht, denn deren GPUs sind in der Serie GFX12xx zu finden.
Vielleicht wird AMD bereits Anfang Januar 2027 im Rahmen der CES den Schleier lüften und Medusa Point für Notebooks und Mini-PCs vorstellen. Naheliegend ist die Vermutung, dass die neue APU-Familie als Ryzen AI 500 vermarktet wird. Schließlich steht der direkte Vorgänger Gorgon Point als Ryzen AI 400 im Handel.