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Razer Naga V3 Pro im Test: Die Königin der MMO-Mäuse wird leichter und präziser
Das modulare Flaggschiff punktet mit wahnwitzigem 50K-Sensor und variablem Mausrad, verlangt für das Technik-Upgrade aber auch einen stolzen Preis.
Die Razer Naga gilt mit ihren unzähligen Tasten und ihrem wechselbaren Side-Panel als die Königin unter den MMO-Mäusen. Mit der Naga V3 Pro haben die Kalifornier der erfolgreichen Serie einen weiteren Ableger spendiert. Rein optisch unterscheidet sich das neue Flaggschiff nicht vom Vorgänger, allerdings hat die V3 Pro einige Upgrades bekommen, die man erst bemerkt, wenn man die Maus in die Hand nimmt oder unter die Haube blickt. So ist sie nun deutlich leichter und alle wichtigen Bauteile – Sensor, Switches, Mausrad-Modul – haben den Sprung zur aktuellen Generation hingelegt.
Der Lieferumfang der Razer Naga V3 Pro fällt relativ übersichtlich aus: Zunächst die Maus selbst plus drei austauschbare magnetische Seitenteile. Hinzu kommt ein 1,8 Meter langes gesleevtes USB-2.0-Kabel (Typ A auf Typ C) in Schwarz zum Laden und Kabelbetrieb und ein Razer HyperSpeed Wireless Dongle USB-Empfänger (2,4 GHz) für den kabellosen Betrieb (nicht zu verwechseln mit dem optional erhältlichen „Razer HyperPolling Wireless Dongle“).
Wer will, kann mit dem beiliegenden USB-Dongle-Adapter und dem USB-Kabel auch den USB-Empfänger verlängern, um ihn beispielsweise auf dem Tisch zu platzieren. Das Handbuch/Kurzanleitung braucht man nicht wirklich und ist mit seiner kleinen, dünnen silbernen Schrift auf schwarzem Hintergrund auch nur bedingt gut lesbar. Gleiches gilt für die vier Sticker mit dem Razer-Logo und -Schriftzug. Mehr liegt nicht im Karton – mehr ist für den Start aber auch nicht nötig.
Wer Wert auf eine umweltfreundliche Verpackung legt, findet abgesehen von der Schutzfolie auf der Unterseite der Maus sowie der Blisterabdeckung der Maus und dem Siegel der Schachtel nur Papier / Karton vor.
Das Wichtigste zuerst: Die Razer Naga V3 Pro richtet sich aufgrund ihrer asymmetrischen Form und Tastenplatzierung nur an Rechtshänder. Die Maus gibt es bislang nur im Razer-üblichen matten Schwarz, das Fingerabdrücke etwas reduziert (man sollte die Finger aber dennoch aus der Chipstüte lassen). Dass die Maus mit der Zeit aber verschmutzt, lässt sich nicht vermeiden – Spuren weichen mit einem Mikrofasertuch oder feuchten Lappen aber im Handumdrehen.
Beim Material setzt Razer weiterhin auf Kunststoff mit gummierten Auflageflächen für den kleinen Finger und das Mausrad, was gegenüber Carbon Kosten spart, ohne die hohe Stabilität im Normalgebrauch zu beeinträchtigen. Soll heißen: Die Maus fühlt sich wertig und solide an und bei normalem Gebrauch knirscht oder verformt sich auch nichts. Wer dagegen wie ein Schmied an den Seiten zupackt, kann das Gehäuse ein paar Zehntel bewegen. Das hat aber nichts mehr mit normalem Benutzen zu tun, eher mit Aggressionsbewältigung, wenn man mal wieder ein Match verloren hat.
Größentechnisch ist die Razer Naga V3 Pro mit 119,5 x 75,5 x 43,5 mm identisch mit dem Vorgänger. Viele Konkurrenten haben ähnliche Abmaße, da sie für die meisten Zockerhände optimal sind. Im Vergleich zu meiner massiven und für sehr große Hände ausgelegten ASUS ROG Spatha wirkt sie aber fast schon winzig (die Spatha ist knapp 2 cm länger). Deutlich verbessert wurde das Gewicht: Dank optimiertem Gehäuseskelett, kompakteren Platinen und einem leichteren Mausrad wiegt die V3 Pro je nach Seitenteil nur noch 113 bis 117 Gramm. Sie ist damit spürbar leichter als die V2 Pro (134 g) und erreicht den Marktdurchschnitt. Anpassbare Gewichte gibt es nicht, doch das ist seit Jahren ein rückläufiger Trend.
Wie ihr Vorgänger ist die Naga V3 Pro für den Palm-Grip ausgelegt. Da sie recht kurz ausfällt, liegt bei sehr großen Händen nicht die komplette Handfläche auf: Bei meinen 21-cm-Händen reicht die Auflage nur bis zum Ansatz der Lebenslinie, damit die drei Finger passend auf den Haupttasten liegen. Diese schmiegen sich ergonomisch gewölbt an, bieten einen kurzen Hubweg (~1,0 mm) und knackige Triggerpunkte – sind aber de