// STADT-BREMERHAVEN — MOBILE & WEB
Apple HomePod mini 2 ausprobiert
von Carsten Knobloch
7. Nov. 2026 |
7
Apple hat neulich den HomePod mini 2 auf den Markt gebracht. Optisch bleibt die kleine Kugel unverändert, die Neuerungen stecken unter der Haube. Apple verbaut einen neueren Chip und rüstet die Funkstandards auf. Ich habe mir den Lautsprecher geschnappt, in mein Thread- und Matter-Netzwerk eingebunden und angeschaut, was das Update taugt.
Stellt man die zweite Generation neben das Original, sieht man im ausgeschalteten Zustand keinen Unterschied. Das kugelige Mesh-Design, die Abmessungen und der Standfuß sind identisch geblieben. Der Speaker fügt sich unauffällig ein und nimmt wenig Platz weg.
Die sichtbare Neuerung sitzt oben auf der Touch-Fläche. Apple nennt die Funktion Sound Glow, im Deutschen: Sound-Leuchten. Die dortigen LEDs passen sich farblich dynamisch an das aktuell gespielte Albumcover an. Ein düsteres Cover sorgt für dunkles Blau oder Rot, helle Pop-Grafiken bringen bunte Farben auf das Panel. Das sieht nett aus, spielt nach fünf Minuten aber kaum noch eine Rolle. Kaum jemand schaut beim Musikhören dauerhaft von oben auf die Kugel. Und: die alten können es auch.
Ansonsten wisst ihr ja, bekommt ihr ein Mehr im Smart Home. Ihr könnt den mini als Intercom, Türklingel-Lautsprecher oder auch als Warnmelder für Rauchmelder hernehmen. Das komplette Programm, was eben bei HomePods machbar ist.
Beim Klang gibt es keine Überraschungen. Die verbaute Audio-Hardware und das Treiberdesign entsprechen weitgehend dem Vorgängermodell. Für diese Gehäusegröße liefert der HomePod mini weiterhin einen klaren, sauberen Sound mit ordentlichem Bassfundament. Diese Bewertung basiert natürlich auf meinem Ohr in Hinblick auf die Größe des HomePods, nech. Ein hörbarer Unterschied zur ersten Generation existiert für mich nicht. Wer auf einen akustischen Sprung gehofft hat, wird enttäuscht.
Interessanter ist das Zusammenspiel mit dem kommenden Apple TV 4K. Ihr könnt nun bis zu vier Einheiten des HomePod mini 2 zu einem Surround-Setup verbinden. Das bringt im Wohnzimmer breiteren Sound. Konnte ich aber nicht testen, weil: den neuen Apple TV gibt es noch. Aber ich hatte das alles schon hier beschrieben.
Übrigens: Ein HomePod mini 2 lässt sich softwareseitig nicht mit einem alten Modell zu einem Stereo-Paar koppeln. Wer zwei Speaker im Raum synchron betreiben will, muss zwingend zwei Geräte derselben Generation nutzen. Wer schon einen Lautsprecher besitzt und ein Stereo-Paar aufbauen möchte, muss also doppelt investieren.
Die wirklichen Verbesserungen liegen im Inneren. Apple spendiert der Kugel den S10-Chip und rüstet auf Wi-Fi 6E sowie Bluetooth 6 auf.
Wie gehabt: Befehle im Thread- und Matter-Netzwerk werden zügig und ohne Verzögerung durchgereicht. Wer viele Sensoren und Aktoren im Haus verteilt hat, profitiert von der stabilen Hub-Anbindung.