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FRITZ!Repeater 2700: Wi-Fi 7 und 2,5-GBit-LAN im Test
von Carsten Knobloch
7. Nov. 2026 |
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Ein Heimnetzwerk muss laufen, und zwar stabil. Es gibt kaum etwas Nervigeres, als wenn beim gemütlichen Streaming-Abend das Bild einfriert, das Backup auf das heimische NAS ewig rödelt oder die unzähligen Smart-Home-Geräte in Home Assistant auf einmal die Verbindung verlieren. Hier bei mir werkelt als Zentrale schon "seit immer" eine Fritte, aber gerade in einem Einfamilienhaus sind physikalische Grenzen schnell erreicht. Spätestens wenn die Decken dicker werden, braucht es gute Verstärkung.
FRITZ! hat genau für solche Szenarien seinerzeit den FRITZ!Repeater 2700 ins Rennen geschickt. Das große Zugpferd bei diesem Modell ist der aktuelle WLAN-Standard Wi-Fi 7. Ich habe mir das Gerät in den letzten Wochen mal ganz genau angeschaut. Ob sich der Kasten für knapp 150 Euro in der Praxis wirklich auszahlt, lest ihr hier in meinem Erfahrungsbericht.
Beim Design bleibt FRITZ! seiner absolut vertrauten Linie treu. Wer schon einmal ein Gerät der Marke in der Hand hatte, wird sich sofort heimisch fühlen: weißes Gehäuse, markante rote Akzente und die klassischen Status-LEDs auf der Front, die euch die Signalqualität anzeigen. Die Verarbeitung ist, wie man es von den Berlinern gewohnt ist, grundsolide und wertig.
Allerdings gibt es direkt beim Einstecken ein mechanisches Detail, das ihr auf dem Zettel haben müsst: Das Gerät ist ein ziemlicher Klotz. Das kennen die Nutzer der Vorgänger natürlich schon. Wenn ihr den Repeater in eine Mehrfachsteckdose (don't do this) oder eine klassische Doppelsteckdose an der Wand drückt, könnt ihr euch fast sicher sein, dass die benachbarten Steckplätze rigoros blockiert werden. Das ist den verbauten Antennen geschuldet, zwingt euch aber dazu, den Einsatzort vorher strategisch klug auszuwählen. Topp auch, wenn direkt über der Steckdose Lichtschalter sitzen...
Schauen wir auf die inneren Werte. Der FRITZ!Repeater 2700 arbeitet im Dual-Band-Betrieb, funkt also auf 2,4 GHz und 5 GHz. Dank Wi-Fi 7 werden hier gewaltige theoretische Spitzenwerte versprochen: knapp 5,8 GBit/s im 5-GHz-Netz und rund 700 MBit/s bei 2,4 GHz. Theoretisch jedenfalls, ihr kennt das.
FRITZ! hat dem Gerät erfreulicherweise einen echten 2,5-Gigabit-LAN-Port spendiert. In dieser Preisklasse ist das für mich ein absolutes Muss und in der Praxis ein Mehrwert. Klar, mehr geht immer, aber 10 GbE kostet und würde euch hier nicht wirklich etwas bringen.
Ihr könnt das Teil dadurch entweder als klassische LAN-Brücke direkt per Kabel an euren Router hängen oder ihn als WLAN-Brücke nutzen, um kabelgebundene Geräte wie den Mac, eine Konsole oder eben ein NAS mit 2,5 GBit/s ins Netz zu holen. Der Unterschied zu regulärem Gigabit-LAN ist bei großen Backups massiv messbar. Aber hey, denkt dran, das kommt auch immer auf den Empfang zwischen den Stationen an.
Ein Detail darf man bei all dem Lob aber nicht verschweigen: Obwohl der Repeater vollmundig mit Wi-Fi 7 beworben wird, fehlt ihm das 6-GHz-Band komplett. Gerade in dicht besiedelten Gegenden mit vielen störenden Nachbar-Netzwerken wäre dieses freie Band ein Beschleuniger gewesen. FRITZ! spart sich dieses Feature bei diesem Modell leider auf, was die oft erhoffte Zukunftssicherheit ein kleines bisschen trübt.
Wer sich fragt, ob die Einrichtung kompliziert ist: Nein, ist sie absolut nicht. FRITZ! macht das seit Jahren extrem einsteigerfreundlich. Ihr steckt den Repeater in die Steckdose, wartet einen kurzen Moment, drückt den Connect-Knopf am Gerät und betätigt danach die entsprechende Taste an eurem Router.