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Papst in Uruguay: Schwierige Mission für Leo XIV.
Zum Auftakt seiner Südamerika-Reise besucht Papst Leo XIV. Uruguay - ein Land, in dem der Glaube im Alltag kaum eine Rolle spielt. Doch im Armenviertel der Hauptstadt findet die soziale Arbeit der Kirche Anklang.
Der Empfang war herzlich, als Papst Leo XIV. aus seinem Papamobil stieg, begleitet von Uruguays Staatschef Yamandú Orsi. Nur wenige Wochen nach seiner Krebs-OP an der Lunge war seine zentrale Botschaft auch eine ganz persönliche: "Krankheit, Behinderung, körperliche Schmerzen, der Verlust der Selbständigkeit, Armut, Arbeitslosigkeit oder Ausgrenzung können dazu führen, dass die Hilfe anderer Menschen besonders notwendig wird", sagte der Papst.
Vor Kurzem habe er selbst am eigenen Leib erfahren, welche Einschränkungen eine Krankheit mit sich bringen kann. "Dabei durfte ich Fürsorge und Unterstützung erfahren, für die ich zutiefst dankbar bin."
Laut Angaben des Vatikans habe sich bei der Lungenoperation die vermutete Diagnose eines Karzinoms bestätigt.
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Eine Gesellschaft, die sich kümmert um die Ärmsten, die Schwachen, um die Umwelt, um das Gemeinwohl. Diese Botschaft fällt in einem Land wie Uruguay, der stabilsten Demokratie der Region, dazu ein Sozialstaat, auf fruchtbaren Boden. Und doch war die Plaza de Independencia, Montevideos Hauptplatz, zur Auftaktzeremonie nur halb gefüllt.
Das lag nicht nur am eisigen Südwind, der durch Montevideos Straßen pfiff, erklärt der 26-jährige Franco Díaz: "Als Land haben wir keine offizielle Religion, es ist eine Entscheidung jedes Einzelnen. Als Katholiken sind wir in der Minderheit. Aber den Papst hier zu sehen, das ist gerade für uns junge Katholiken ein sehr, sehr starker Aufruf. Ich glaube, dass dies ein Samen ist, der aufgehen wird."
Drei Länder in elf Tagen: In Uruguay beginnt Papst Leo XIV. heute seine Südamerika-Reise.
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Das dürfte einer der Gründe sein, warum Papst Leo Uruguay, das säkularste Land Südamerikas, für den Auftakt seiner Reise gewählt hat. Ein Land, in dem Abtreibung straffrei, Sterbehilfe legal und religiöse Symbolik im öffentlichen Raum verboten ist. 2024 fand sich kein einziger Kandidat für das Priesterseminar.
"In Uruguay ist die Kirche marginal", sagt Padre Coimbra, der in Montevideos Armenviertel Casavalle als Seelsorger arbeitet. Es sei durchaus möglich, dass ein Mensch das Erwachsenenalter erreiche, ohne jemals auch nur das Geringste von Gott gehört zu haben, so Coimbra. "Man könnte die Situation mit der der ersten Christen vergleichen, die in einer heidnischen Welt missionieren mussten."
Casavalle, das sind Erdstraßen, einfache Häuschen mit Wellblechdächern. In den Nachrichten taucht das Viertel nur im Zusammenhang mit Kriminalität und Drogenhandel auf. Doch genau hier werde die Kirche gebraucht, sagt Coimbra.