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Kontinuierliche Updates: Tuxedo OS auf Debian-Basis bekommt Kernel mit Patches
Die Kernel von Tuxedo OS auf Debian-Testing-Basis werden sehr aktuell sein und spezielle Treiber umfassen. Damit möchte das Augsburger Unternehmen Tuxedo Computers die Unterstützung für neue Hardware-Komponenten sicherstellen.
Eine erste offene Beta des kommenden Tuxedo OS auf Basis von Debian Testing steht seit Sonntagnachmittag als Download zur Verfügung. Zusätzlich hat Tuxedo Computers Details zum Kernel-Konzept ihrer neuen Linux-Distribution vorgestellt, die das reguläre Tuxedo OS auf Ubuntu-LTS-Basis in der Zukunft ablösen soll. Neben dem "linux-tuxedo"-Kernel wird es zudem auch eine Variante mit Long-Term-Support geben (linux-tuxedo-lts).
Dabei soll der Kernel dieser Distribution perspektivisch auf der Version aus den Paketquellen von Debian Testing aufbauen, wie es in einem Blogeintrag auf der Website von Tuxedo Computers heißt. Somit würde Tuxedo OS auf Debian-Testing-Basis in der Regel die jeweils neuesten Upstream-Kernel aus dem Stable-Branch verwenden. Für die derzeit verfügbare Beta-Version wird ebenfalls ein aktueller Linux-Kernel verwendet, der mit speziellen Patches und Konfigurationsanpassungen von Tuxedo Computers versehen ist.
Bislang sind Tuxedo-eigene Treiber nicht direkt in den Kernel eingebaut, sondern werden über ein DKMS-(Dynamic Kernel Module Support)-Paket bereitgestellt. Mittelfristig gesehen sollen jedoch nicht näher bezeichnete Teile des „tuxedo-drivers“-Pakets den Weg in den Quellcode des Mainline-Kernels finden. Zum aktuellen Zeitpunkt sind dies laut Tuxedo Computers fünf Anpassungen der Kernel-Konfiguration zur Leistungs-Optimierung und drei Bugfixes, welche aber noch nicht den Weg in den Upstream-Kernel gefunden haben.
Mit dem Wechsel auf Debian Testing möchte das Team von Tuxedo Computers aus Deutschland die Unterstützung aktueller Hardware sicherstellen und die Performance verbessern. Das Modell der Nutzung von Debian Testing mit aktuellen Upstream-Kerneln ist dabei flexibler als in regulären Abständen einen HWE-(Hardware Enablement)-Kernel zur Verfügung zu stellen, wie es derzeit der Fall ist.
Der Ansatz für Tuxedo OS auf Debian-Testing-Basis ist somit ein anderer als der beispielsweise von Linux Mint verfolgte Weg. Denn die einsteigerfreundliche Linux-Distribution Mint bietet weiterhin spezielle HWE-Ausgaben an, die frischere Kernels mit breiterem Hardware-Support hinzufügen. Zusätzlich wird Linux Mint 22.3, das für Dezember 2026 geplant ist, eine Verwaltung von Kernels in Form von Gruppen über die System-Administrations-App erhalten.