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GTA 6 als falscher Maßstab: Ori-Macher rechnet mit 60-fps-Forderungen auf Xbox Series S ab
Thomas Mahler von den Moon Studios kritisiert unrealistische Hardware-Erwartungen von Spielern und bezeichnet Microsofts schwächere Konsole als Kartoffel.
In Sachen Budget bewegt sich Rockstars Grand Theft Auto 6 in deutlich anderen Dimensionen als so ziemlich alle anderen Spiele.
Angesichts dessen fließt auch viel mehr Geld in die Optimierung. Thomas Mahler, Gründer der Moon Studios (Ori, No Rest for the Wicked), ist der Ansicht, dass man GTA 6 daher nicht unbedingt als Vergleich für andere Titel heranziehen kann.
Mahler nimmt selten ein Blatt vor den Mund und regt sich daher über Leute auf, die ähnliche Dinge von Nicht-Rockstar-Spielen erwarten: "Ich liebe einfach Kommentare wie: 'Wie könnt ihr es wagen, dass euer Spiel noch nicht mit 60 fps auf der Xbox Series S läuft, wenn GTA 6 darauf laufen wird?!?!'", schreibt er.
Microsoft verfolgt bei seiner aktuellen Hardware-Generation eine strikte Paritätsklausel: Alle Spiele, die für die leistungsstarke Xbox Series X erscheinen, müssen zwingend auch auf der günstigeren Series S laufen. Der deutlich geringere Arbeitsspeicher bremst Entwickler dabei oft aus.
"Erstens wissen wir noch gar nicht, wie gut das Ding überhaupt laufen wird. Zweitens: Tja, keine Ahnung. VIELLEICHT liegt es daran, dass Rockstar buchstäblich gerade über eine Milliarde Dollar ausgegeben hat? Und vielleicht daran, dass dort TAUSENDE von Leuten seit über einem Jahrzehnt daran arbeiten?"
Ob und wie flüssig GTA 6 auf der schwächeren Hardware läuft, ist vor dem Release reine Spekulation.
"Die Leute ohne das geringste technische Verständnis schreien immer am lautesten", fährt er fort. "Aber na klar, die sechs Jahre alte Maschine, die zum Launch 299 US-Dollar gekostet hat und buchstäblich nur halb so viel RAM wie ein Steam Deck besitzt, sollte alle neuesten Spiele mit perfekter Performance abspielen. Macht Sinn. Es ist ja nicht so, als würden andere Entwickler nicht schon lange mit dem Ding kämpfen."
Microsoft setzt voraus, dass Spiele, die für Xbox Series X erscheinen, auch auf der Series S laufen – manchen Entwicklern ist das ein Dorn im Auge, müssen sie doch auch die schwächeren Spezifikationen berücksichtigen.
"Es ist unglaublich schwer, diese Kartoffel-Maschinen zu unterstützen", betont Mahler. "Und all euer Fanboy-Gehabe ändert absolut nichts an dieser Tatsache."