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Fairphone 6+: Modulares Smartphone bekommt SoC- und RAM-Upgrade
Mit dem Fairphone 6+ legt das Unternehmen das 2025 eingeführte Modell neu auf, ohne das modulare Grundkonzept zu verändern. Der Schwerpunkt liegt auf mehr Leistung: Erstmals verbaut Fairphone 12 GB RAM und den schnelleren Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4. Dazu kommen Android 16, Software-Updates bis 2033 und eine neue Farbe.
Das Fairphone 6+ kostet in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden 649 Euro und ist damit 50 Euro teurer als der ursprüngliche Listenpreis des Fairphone 6. Das Smartphone wird in der neuen Farbe Cobalt Blue sowie in Forest Green und Horizon Black angeboten. Die Garantie liegt bei fünf Jahren, das Software-Versprechen läuft bis einschließlich 2033. Ab Werk wird das Fairphone 6+ mit Android 16 ausgeliefert.
Die wichtigste Neuerung steckt unter der Haube: Das Fairphone 6+ ist das erste Smartphone des Herstellers mit 12 GB RAM – 50 Prozent mehr als beim Vorgänger. Gleichzeitig ersetzt Fairphone den Snapdragon 7s Gen 3 durch den etwas schnelleren Snapdragon 7s Gen 4, der höhere Taktraten für die gleichen CPU-Kerne und die gleiche GPU bietet. Nach Angaben des Herstellers soll die Kombination aus schnellerem SoC und mehr RAM unter anderem bis zu 24 Prozent schnelleres Laden und Wechseln zwischen Apps sowie eine bis zu 20 Prozent höhere Multitasking-Leistung ermöglichen.
Beim restlichen Aufbau des Smartphones bleiben viele Komponenten hingegen auf dem bekannten Niveau. Das Smartphone besitzt weiterhin ein 6,31 Zoll großes LTPO-OLED-Display mit einer dynamischen Bildwiederholrate von 10 Hz bis 120 Hz. Auch das Kamerasystem setzt weiterhin auf zwei Kameras zuzüglich Time-of-Flight-Sensor. Fairphone übernimmt somit zentrale Komponenten des Vorgängers, statt für das Plus-Modell ein komplett neues Kamerasystem zu entwickeln. Alle technischen Details lassen sich der Tabelle am Ende des Artikels entnehmen.
Der Fokus des neuen Smartphones liegt weiterhin auf dem modularen Aufbau, das Zubehör auf der Rückseite aufnehmen kann, und der Reparierbarkeit. Zwölf interne Komponenten lassen sich vom Nutzer selbst austauschen, dafür genügt ein einzelner Schraubendreher. Zu den austauschbaren Komponenten gehört auch der Akku, der bei den bekannten 4.415 mAh verbleibt. Fairphone nennt Laufzeiten von bis zu 53 Stunden.
Auch beim Nachhaltigkeitskonzept baut Fairphone auf dem Vorgänger auf. Mehr als 50 Prozent des Gewichts entfallen der Herstellerangabe zufolge auf fair gewonnene oder recycelte Materialien. Insgesamt nennt Fairphone 14 entsprechende Materialien, darunter Kobalt, Aluminium, Kupfer, Gold, Indium, Magnesium, Nickel, Seltene Erden, Silber, Stahl, Zinn, Wolfram und Zink. Bei den verwendeten Kunststoffen soll der Anteil an Post-Consumer-Rezyklat (PCR) laut Hersteller bei über 93 Prozent liegen.
Beim CO₂-Fußabdruck soll das Fairphone 6+ einen neuen Unternehmensrekord aufstellen. Der Anbieter gibt rund 30 Kilogramm CO₂ pro Smartphone an. Dazu tragen unter anderem erneuerbare Energien bei der Endmontage sowie bei der Herstellung zentraler Komponenten wie Display, Kameras und Akku bei. Wie schon der Vorgänger bleibe auch das Fairphone 6+ laut Anbieter vollständig E-Waste-neutral.
Darüber hinaus beteiligt Fairphone das Endmontagewerk und drei zentrale Zulieferer am sogenannten Living Wage Bonus. Seit 2019 seien darüber mehr als 1,25 Millionen US-Dollar ausgezahlt worden. Parallel setzt sich das Unternehmen für Programme des verantwortungsvolleren Bergbaus und faire Arbeitsbedingungen in der Lieferkette ein.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Fairphone unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.