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Linux 7.2 bringt umfangreiche Treiberupdates
Am Sonntag hat Linus Torvalds den Linux-Kernel 7.2 freigegeben. Im Entwicklungs-Endspurt gab es noch größere Änderungen.
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Am späten Nachmittag des vergangenen Sonntags hat Linus Torvalds den Linux-Kernel in Version 7.2 veröffentlicht. Der bringt zum größten Teil aktualisierte Treiber mit. In der letzten Entwicklungswoche waren jedoch noch größere Anpassungen nötig.
Wie Torvalds auf der Linux-Kernel-Mailingliste schreibt, waren die Änderungen am Code in der letzten Woche vor dem Release erneut größer, als er gehofft habe, das sei wohl aber das neue Normal. Würde er aus dem Grund Releases verzögern, gäbe es vermutlich niemals eine Veröffentlichung. Er nennt als Ursache, dass es umfangreiche späte Rückzieher im Code gab, besonders steche der DRM-Scheduling-Code hervor. Das sei zwar nicht schön, aber der einzige richtige Weg, mit unfertigem Code umzugehen, der Probleme bereite. Auf den letzten Metern gab es neben diesen großen Anpassungen auch einige kleinere Fixes quer durch alle Bereiche. Die meisten betreffen die Treiber, aber auch der Netzwerk-Code war zuletzt noch aktiv in der Entwicklung.
Als Torvalds Ende Juni das Merge-Window für den Kernel 7.2 geschlossen hat, schrieb er an die Kernel-Mailingliste, dass das geplante Release sehr normal aussehe. Allerdings bestehe ein Drittel des Patches schon aus Registerdefinitionen für AMD-GPUs. Das sei für sich genommen jedoch nicht ungewöhnlich. Klammere man das aus, ergeben sich die Patch-Bestandteile zu gut der Hälfte aus Treiberupdates, und auch ohne die AMD-Register-Dumps finden sich andere Grafiktreiberupdates, es gebe jedoch auch „ein bisschen von allem“ darin. Der weitere Rest bestehe aus den üblichen Anteilen von Architektur-Updates, Änderungen am Tooling und Dokumentationen sowie Updates am Kernel-Core.
Bislang handelt es sich bei Linux 7.2 um ein normales Mainline-Kernel-Release. Die Liste der Longterm-Support-Kernel steht bislang bei 6.18 als jüngstem Kandidaten, der Ende November 2025 erschien und bis Dezember 2028 offiziell gepflegt wird. Die Quellen stehen auf kernel.org zum Herunterladen bereit, ein vollständiges Changelog fehlt bislang noch. Einen umfassenden Deepdive in die Änderungen planen wir zu einem späteren Zeitpunkt.
Mitte Juni erschien der Kernel 7.1. Er brachte einen neuen NTFS-Treiber mit und aktiviert standardmäßig Intels FRED zur Leistungssteigerung.
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