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Weiterer Verdächtiger wegen Nord-Stream-Anschlägen festgenommen
Ermittler in Kroatien haben nach ARD-Information einen zweiten Verdächtigen im Fall der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines festgenommen. Er soll einer der Taucher gewesen sein, die die Sprengsätze an den Pipelines angebracht haben.
Bei der Fahndung nach den Attentätern, die im September 2022 die Nord-Stream-Pipelines gesprengt haben, konnten die Ermittler nach ARD-Informationen in Kroatien einen zweiten Verdächtigen festnehmen. Der Mann soll einer der Taucher gewesen sein, die die Sprengsätze in der Ostsee von einem Segelboot aus in rund 80 Metern Tiefe an den Pipelines angebracht haben.
Exklusiv
14.08.2024
Der Generalbundesanwalt hat wegen der Nord-Stream-Anschläge einen ersten Haftbefehl erwirkt.
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Es handelt sich ausgerechnet um den Mann, den der Generalbundesanwalt bereits im vergangenen Jahr in Polen lokalisiert und die polnische Polizei um eine Festnahme gebeten hatte. Damals hatte sich die polnische Justiz entgegen zwischenstaatlichen Vereinbarungen geweigert, den Mann auszuliefern, was zu erheblichen diplomatischen Verstimmungen führte. Er kam wieder frei. Nun ist es den Ermittlern gelungen, den Mann in Kroatien ausfindig zu machen, Deutschland wird seine Auslieferung beantragen.
Beim Anschlag auf die Nord-Stream-Gas-Pipelines im September 2022 waren drei der vier Röhren und damit die Pipeline insgesamt zerstört worden. Deutsche Ermittler konnten ein mutmaßliches Täter-Team identifizieren und den vermutlichen Anführer, einen Ukrainer, in Italien festnehmen lassen. Sein Prozess soll in den kommenden Wochen in Hamburg beginnen. Wer den Anschlag beauftragt hat, ist nicht eindeutig geklärt.
Dieses Thema im Programm: tagesschau.de | Zweite Festnahme im Fall des Nord-Stream-Anschlags | 19.08.2026 | 11:15 Uhr