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Horizon Hunters Gathering: Entwickler werfen Live-Service nach negativen Playtests über Bord
Einem Insider-Bericht zufolge baut Guerrilla Games den Titel massiv zu einem klassischen Koop-Abenteuer um. Sony gibt dem Studio noch bis Dezember Zeit.
Angeblich haben die Entwickler Horizon Hunters Gathering komplett umgekrempelt, um sämtliche Live-Service-Elemente über Bord zu werfen. Zuvor gab es offenbar viel negatives Feedback aus frühen, internen Playtests.
Das geht aus einem neuen Bericht von Jason Schreier bei Bloomberg hervor. Laut Quellen, die "mit den Plänen des Unternehmens vertraut sind", baut Entwickler Guerilla Games das Spiel schon seit Juni massiv um. Als Reaktion auf die schlechten Eindrücke der Tester verwandeln sie Horizon Hunters Gathering eher in ein klassisches Multiplayer-Koop-Spiel. Die Konsequenz: Sämtliche Live-Service-Mechaniken fliegen raus. Stattdessen rücken ein Story-Modus und ein "deutlich kleinerer Rahmen" in den Fokus.
Jason Schreier ist ein renommierter Videospieljournalist und Autor bei Bloomberg. Er gilt als einer der am besten vernetzten Insider der Spieleindustrie und ist weltweit dafür bekannt, brisante Entwicklungsdetails und Studio-Interna oft weit vor den offiziellen Ankündigungen aufzudecken.
Wie Bloomberg weiter berichtet, hat Sony den Titel zwar noch nicht eingestellt. Guerilla Games bleibt aber wohl nur noch bis Dezember Zeit, um die PlayStation-Bosse zu überzeugen. Zudem hat das Studio viele Entwickler von Horizon Hunters Gathering bereits auf ein anderes Projekt angesetzt. Auch dieses Vorhaben wollen die Führungskräfte am Ende des Jahres kritisch auf den Prüfstand stellen.
Damit kassieren Sonys Live-Service-Träume den nächsten herben Rückschlag. Schließlich stand diese Strategie in den letzten Jahren ohnehin unter keinem guten Stern.
Concord, der wohl prominenteste Live-Service-Flop, flog kurz nach dem Release wieder aus den Stores und die Server gingen offline. Generell stampfte PlayStation zuletzt reihenweise Live-Service-Projekte ein. So schloss Sony kurzerhand Bluepoint Games, nachdem ein Live-Service-Spiel zu God of War gecancelt wurde; Naughty Dogs Multiplayer-Titel zu The Last of Us ereilte dasselbe Schicksal – angeblich, als das Spiel bereits zu 80 Prozent fertig war. Auch ein Battle-Royale-Ableger zu Twisted Metal musste vor ein paar Jahren bereits dran glauben. Obendrein schwächelt Bungies Marathon weiterhin massiv und das verdächtig stille Fairgames verlor im vergangenen Jahr seinen Director.
Fest steht: Die letzten Jahre gestalteten sich für Sony auf der verzweifelten Jagd nach dem ultimativen Live-Service-Hit alles andere als einfach. Hoffen wir mal, dass die klugen Köpfe bei Guerilla Games bei Horizon Hunters Gathering noch das Ruder herumreißen und die Führungsetage am Ende zufriedenstellen können.