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Solarausbauziel für 2026 erreicht
In Deutschland werden immer mehr Solarmodule installiert. Das im Gesetz festgelegte Ausbauziel ist für dieses Jahr bereits erreicht worden. Doch für die kommenden Jahre ist die Prognose schwierig.
Der Ausbau der Solarenergie in Deutschland hat das Jahresziel für 2026 frühzeitig erreicht. Die installierte Leistung habe die Marke von 128 Gigwatt Peak (GWp) überschritten, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit. GWp beschreibt dabei die von den Solaranlagen maximal leistbare Stromproduktion.
"Damit ist das im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Ausbauziel für 2026 erreicht", heißt es vom BSW-Solar. Doch der Verband ist in Sorge, dass die nächsten Etappenziele in Gefahr sein könnten. Wegen geplanter Änderungen der politischen Rahmenbedingungen fürchtet er einen Ausbauknick.
"Der 128-Gigawatt-Meilenstein ist ein Erfolg. Doch wer daraus schließt, der Solarausbau laufe jetzt von allein, irrt", sagt Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. "Bis 2030 müssen noch rund 87 Gigawatt Solarleistung hinzukommen. Dafür muss das jährliche Ausbautempo steigen statt sinken." Laut Gesetz soll 2030 die Marke von 215 Gigawatt erreicht werden, bis 2040 sollen es sogar 400 Gigawatt werden.
FAQ
29.07.2026
Das Kabinett hat sich auf neue Energiegesetze geeinigt. Welche Folgen hat das für Privathaushalte und die Windenergie?
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Das Gesetz wird zwar derzeit überarbeitet, der aktuelle Entwurf sieht aber keine Änderung dieser Werte vor. Um das Ziel von 215 Gigawatt in 2030 zu erreichen, brauche man aber einen Zubau von 20 GWp pro Jahr.
In den beiden vergangenen Jahren wurden laut BSW-Solar jeweils rund 17,5 GWp an Leistung installiert. Im ersten Halbjahr 2026 waren es danach gut 7,5 GWp. Das ist zwar etwas mehr als im Vorjahreszeitraum, doch der Verband vermutet hier auch Vorzieheffekte wegen wegfallender Förderung.
Der BSW-Solar appelliert deshalb an den Bundestag, die vom Kabinett beschlossene EEG-Novelle 2027 und das Netzanschlusspaket im parlamentarischen Verfahren nachzubessern. "An einem starken Ausbau von Photovoltaik und Batteriespeichern führt energie- und klimapolitisch kein Weg vorbei. Investitionen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen", sagt Körnig. "Wer jetzt die Bedingungen für neue Solaranlagen verschlechtert, riskiert einen Ausbauknick genau in dem Moment, in dem wir mehr Tempo brauchen."