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KI - Der Autor der Känguru-Chroniken zieht vor Gericht: Er und sein Verlag legen sich mit einem Tech-Giganten an
OpenAI wird vom Carlsen Verlag verklagt. (Bild: Sasun Bughdaryan via Unsplash und OpenAI)
Der Bestsellerautor Marc-Uwe Kling, die Illustratorin Astrid Henn und der Hamburger Carlsen Verlag haben vor dem Landgericht München eine Klage gegen OpenAI eingereicht.
Der Vorwurf lautet, dass die KI-Firma urheberrechtlich geschützte Werke zum Training von Modellen genutzt haben soll. Anders sei nicht zu erklären, warum diese nahezu 1:1 bei ChatGPT generiert werden können.
In diesem speziellen Fall geht es um die Kinderbücher rund um das »NEINhorn«. Die Texte des Buchs stammen von Kling, Astrid Henn hat die Illustrationen dazu entworfen und die Bücher erscheinen beim Carlsen Verlag.
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Gegenüber dem NDR hat Christian Schumacher-Gebler, der CEO der Bonnier-Gruppe, zu der auch der Carlsen Verlag gehört, den Fall folgendermaßen dargestellt:
»Den Ausschlag hat gegeben, dass wir Prüfungen vorgenommen haben im Falle vom "NEINhorn" und letztendlich einfache Prompts in ChatGTP erstellt haben: "Kannst du mir ein Kinderbuch vom 'NEINhorn' erzählen? Es waren sehr einfache Abfragen, und wir bekamen gute Ergebnisse, die den Originalwerken von Marc-Uwe Kling und Astrid Henn zum Verwechseln ähnlich sind.«
ChatGPT hätte auf Nachfrage auch Vorlagen erstellt, in denen Kling, Henn und der Carlsen Verlag etwa im Impressum genannt würden, obwohl sie mit den KI-Kopien ja überhaupt nichts am Hut hätten. Selbst eine ISBN hätte der Chatbot erstellt.
Der Autor und die Illustratorin haben sich ebenfalls dazu geäußert. So schreibt Kling etwa:
»Jedem, der sich illegal im Netz auch nur einen einzigen Film, ein Buch oder ein Hörbuch runterlädt, droht eine empfindliche Strafe. Aber OpenAI klaut einfach alle Kunst und Kultur der ganzen Welt und glaubt, damit durchzukommen? Dazu fällt dem NEINhorn ein Wort ein: ‚Nein!‘«