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USA erstatten deutschen Firmen Hunderte Millionen Euro an Zöllen
Es war ein herber Rückschlag für US-Präsident Trump: Der Supreme Court hatte einen Teil seiner umstrittenen Zölle gekippt. Eine aktuelle Auswertung zeigt, das allein deutsche Firmen fast 800 Millionen Euro zurückbekommen haben.
Börsennotierte Unternehmen in Deutschland haben laut einem Bericht der Wirtschaftswoche in den vergangenen Wochen Erstattungen für gezahlte US-Zölle von mehr als 790 Millionen Euro erhalten. Die Zahl gehe aus Finanzberichten und zusätzlichen Angaben der Konzerne hervor, berichtete die Zeitung.
Hintergrund ist ein wegweisendes Urteil des Supreme Court in den USA. Zölle, die US-Präsident Donald Trump eingeführt hatte, wurden im Februar 2026 vom Obersten Gerichtshof für unzulässig erklärt. Der Supreme Court befand, dass Trump seine Befugnisse überschritten hatte, als er die umfangreichen Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhängte. Der US-Präsident hat mittlerweile neue Zölle auf Grundlage anderer Gesetze verhängt.
FAQ
21.08.2026
Lange wurde gerungen, aber selbst nach einem Jahr Zolldeal mit den USA sind viele Fragen offen.
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Die größte Erstattung unter den deutschen, börsennotieten Unternehmen habe dabei der Logistikriese DHL verbucht, so der Bericht. DHL-Finanzchefin Melanie Kreis hatte Anfang August gesagt, der Konzern habe insgesamt 416 Millionen Euro erhalten. Die Gelder würden an die betroffenen Kundinnen und Kunden weitergegeben. DHL rechne mit weiteren Rückzahlungen.
Hohe Rückflüsse hat es demnach auch im Gesundheitssektor gegeben. Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers hat bis jetzt rund 200 Millionen Euro an Netto-Zollerstattungen erhalten, wie Finanzvorstand Jochen Schmitz Ende Juli gesagt hatte. Beim Laborausstatter Sartorius seien es bislang 26 Millionen Euro und beim Medizin- und Sicherheitsausrüster Dräger rund 22 Millionen Euro.
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Der Sportartikelhersteller Puma berichtet von Zoll-Rückflüssen in Höhe von rund 49 Millionen Euro und Rational, Weltmarktführer für Großküchengeräte, von 14 Millionen Euro. Puma-Konkurrent Adidas rechnet mit Erstattungen in Höhe von 250 bis 300 Millionen Dollar. Weitere Zahlungen dürften folgen, berichtete die Wirtschaftswoche weiter.
Insgesamt erstattete die US-Regierung zwischen Oktober 2025 und Ende Juni 2026 rund 81,3 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 65,5 Milliarden Euro). Im Vergleichszeitraum des vorigen Jahres lag die Summe bei knapp 5,3 Milliarden Dollar.