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Im Test vor 15 Jahren: Dells XPS 15z war (k)ein Apple MacBook Pro
Mit dem XPS 15z (Test) startete Dell vor 15 Jahren einen Versuch, Apples beliebter MacBook-Pro-Serie Konkurrenz zu machen. Der XPS 15z, der zumindest optisch nahezu ein Klon des MacBook Pro war, sollte konsequenterweise ein schickes Design mit guter Leistung verbinden.
Äußerlich wurde beim Dell XPS 15z sofort klar, dass es vom Design des MacBook Pro inspiriert war. Das Gehäuse des Laptops war dementsprechend vollständig aus Aluminium gefertigt, mit Ausnahme des Display-Rahmens, der aus Kunststoff hergestellt wurde. An der Verarbeitungsqualität gab es nichts auszusetzen: Am XPS 15z fanden sich keine scharfen Kanten oder ungleichmäßige Spaltmaße. Die Scharniere des Displays hielten dieses relativ stabil in seiner Position, wobei ihm ein leichtes Schwanken zu entlocken war, wenn es angestoßen wurde.
Dell bot das XPS 15z in vier verschiedenen Konfigurationen an, die sich primär in der verbauten CPU, dem Grafik- und Arbeitsspeicher, der Auflösung des 15,6-Zoll-Displays sowie der Kapazität der Festplatte unterschieden.
Bei dem Modell im Test handelte es sich um die Version mit Vollausstattung für 1.399 Euro. Dafür erhielten Kunden einen Core i7-2620M mit zwei Kernen bei 2,7 GHz und Hyper-Threading-Unterstützung, acht GByte DDR3 sowie eine Nvidia GeForce GT 525M mit zwei GByte Grafikspeicher. Neben der dedizierten GPU verfügte das XPS 15z über eine integrierte GPU in Form der Intel HD 3000, die primär für leichtere Aufgaben ausgelegt war. Mit 2,53 kg war das XPS 15z vergleichsweise schwer für ein Notebook dieser Größe. In puncto Konnektivität konnte es mit drei USB-Ports (zwei davon nach USB-3.0-Standard), einem eSATA- sowie je einem HDMI- und Mini-DisplayPort-Ausgang.
Bei der verbauten Peripherie ergab sich ein gemischtes Bild. Der 15,6 Zoll große Bildschirm glänzte durch die für damalige Standards hohe Auflösung und somit scharfe Darstellung von Inhalten. Mit 300 Candela pro Quadratmeter war die Leuchtkraft in der Theorie für eine gelegentliche Nutzung im Freien ebenfalls ausreichend. In der Praxis war die Ausleuchtung des Displays relativ ungleich, wobei die dunkleren Stellen des Bildschirms um bis zu 20 Prozent weniger stark ausgeleuchtet waren als das Zentrum. Zudem war der Bildschirm stark spiegelnd, was sich bei der Nutzung im Freien ebenfalls negativ bemerkbar machte. Pluspunkte gab es für die Farbtemperatur von 6.500 Kelvin sowie die großzügigen Blickwinkel, die das Display erreichte.
Kritik gab es dafür bei den Eingabegeräten. Die Tastatur wies einen unregelmäßigen und schwammigen Druckpunkt auf. Manche Tasten waren trotz des 15-Zoll-Formats des Laptops zu klein und somit schwer zu bedienen. Das Touchpad lieferte eine ähnlich schlechte Leistung ab, mit fehlenden Gesten und schwammigen Tasten. Beides wirkte sich in der Praxis negativ auf die tatsächliche Nutzungserfahrung aus. Auf der positiven Seite konnte das XPS 15z durch die vergleichsweise lange Akkulaufzeit glänzen mit bis zu fünf Stunden im Energiespartest und eineinhalb Stunden unter Last. Wer das XPS 15z öfters stark belasten wollte, der musste zudem unempfindlich gegenüber Lärm sein, aufgrund des hohen Schalldruckpegels von 46 dB(A), zumindest im üblichen Office-Betrieb war das XPS 15z aber kaum wahrnehmbar.
Das Dell XPS 15z wollte ein MacBook Pro sein, in der Praxis wies es aber so viele Schwächen ohne herausragende Stärken auf, dass es nicht empfohlen werden konnte. Die Tastatur, das Touchpad, das hohe Gewicht und die Schwächen des Displays wurden nicht von der guten Verarbeitung wettgemacht.
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